ROUNDUP/Aktien New York Schluss: UnitedHealth belastet Dow - S&P 500 mit Rekord
Hohe Kursverluste der Aktien von
Krankenversicherern und steigende Tech-Schwergewichte haben am
Dienstag das Bild an den US-Börsen geprägt. Im Leitindex Dow Jones
Industrial brachen die Papiere des Versicherers
UnitedHealth um fast 20 Prozent ein. Als ein
Schwergewicht im Index drückten die Verluste den Dow um 0,83 Prozent
nach unten auf 49.003,41 Zähler.
Der S&P 500 erreichte dagegen ein weiteres
Rekordhoch. Der marktbreite Index schloss mit 0,41 Prozent im Plus
bei 6978,60 Punkten. Hier ist nun die runde Marke von 7.000 Zählern
in unmittelbarer Reichweite.
Auch an der technologielastigen Nasdaq-Börse ging es mit den Kursen
überwiegend nach oben. Anleger könnten sich damit kurz vor den
Quartalsbilanzen von Branchengrößen wie Microsoft ,
Apple und Tesla für erfreuliche
Geschäftszahlen positioniert haben. Der Nasdaq 100
legte um 0,88 Prozent auf 25.939,74 Punkte zu, angetrieben vor allem
von Aktien aus der Chip-Industrie.
Die Papiere von Krankenversicherern litten stark unter
regulatorischen Vorgaben. So knickten die Papiere von CVS Health
um mehr als 14 Prozent ein. Humana
rutschten um gut 21 Prozent ab. Die US-Regierung hatte angekündigt,
die Zahlungen an private Medicare-Versicherungen für die von den
Konzernen betreuten, sogenannten Advantage-Pläne im nächsten Jahr
quasi unverändert lassen zu lassen. Analysten hatten hingegen einen
Anstieg von bis zu 6 Prozent erwartet. Entsprechend groß war die
Enttäuschung der Anleger. Diese waren bislang davon ausgegangen,
dass Präsident Donald Trump privaten Medicare-Plänen gegenüber
wohlwollender eingestellt ist als sein Vorgänger.
Daneben sorgten die Quartalsbilanzen der Unternehmen für Bewegung
und überwiegend für Kursgewinne. Der Autokonzern General Motors
(GM) will nach einem milliardenschweren
Quartalsverlust seine Anleger mit einem Aktienrückkauf bei Laune
halten. Die Anleger überzeugte zudem die Gewinnprognose des
Unternehmens. Dessen Anteilsscheine zogen um 8,8 Prozent an auf ein
Hoch seit etlichen Jahren. Ford -Aktien gewannen im
Fahrwasser von GM 3,7 Prozent.
Bei dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX sind die
Geschäfte Ende 2025 deutlich besser gelaufen als gedacht. So
erzielte der konzerneigene Triebwerkshersteller Pratt & Whitney im
vierten Quartal deutlich mehr Umsatz als von Analysten erwartet. Am
Finanzmarkt kamen die Neuigkeiten gut an: Die RTX-Aktien stiegen um
3,7 Prozent.
Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman profitiert
ähnlich wie die gesamte Branche von den global steigenden
Rüstungsbudgets. Nach anfänglichen Kursverlusten drehten die Aktien
ins Plus, das am Schluss 2,7 Prozent betrug.
Aktien von UPS gewannen 0,2 Prozent. Nach einem
Umsatzrückgang im Vorjahr will der DHL-Konkurrent im laufenden Jahr
wieder zulegen./bek/nas