Aktien Frankfurt: Dax-Anleger warten auf Impulse aus den USA
Der Dax hat sich am Dienstag
nur wenig bewegt. Die Anleger warten auf die zur Wochenmitte
anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Richtungslos
pendelte der Leitindex zwischen kleinen Gewinnen und Verlusten,
wobei es ihm kurzzeitig auch wieder gelang, die Hürde von 25.000
Punkten zu überwinden. Diese hatte er vor gut einer Woche
unterschritten.
Am Nachmittag gab der Dax um 0,1 Prozent auf 24.902 Punkte nach. Der
MDax , der Index der mittelgroßen Werte, verlor
zuletzt 0,4 Prozent auf 31.692 Punkte.
Die Mehrheit der Experten erwartet, dass die Fed die Zinsen
unverändert beibehalten wird. Als wichtiger gilt jedoch die immer
noch offene Frage nach dem nächsten Notenbankchef. Die Amtszeit von
Jerome Powell, der unter starkem Druck von US-Präsident Donald Trump
steht, endet im Mai.
Am deutschen Aktienmarkt stand der Einstieg des chinesischen
Konzerns Anta bei Puma im Fokus. Dieser trieb die
Aktie des Sportartikelherstellers zunächst über 21 Prozent nach oben
auf den höchsten Stand seit März 2025. Danach bröckelte der Gewinn
jedoch ab. Mit plus 10,3 Prozent blieb das Papier aber weiterhin der
Spitzenwert im MDax. Anleger reagierten enttäuscht, dass Anta eine
vollständige Übernahme zum jetzigen Zeitpunkt explizit
ausgeschlossen hat.
Die Gea-Aktie gab am Dax-Ende mit minus 2,1 Prozent
einen Teil ihrer am Vortag erzielten Kursgewinne wieder ab. Kurz vor
dem Börsenschluss hatten starke Eckzahlen des Anlagenbauers den Kurs
auf den höchsten Stand seit Ende Oktober getrieben. JPMorgan-Analyst
Akash Gupta sprach von durchwachsenen Zahlen. Während der
Auftragseingang über den Markterwartungen gelegen habe, sei das
operative Ergebnis weitgehend wie vom Markt erwartet ausgefallen und
der Gewinn je Aktie habe darunter gelegen.
Eine Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg sorgte für einen
Kursgewinn des Fielmann -Papiers von 2,1 Prozent.
Trotz überlegener Margen, Kapitalrenditen und Wachstumsraten sowie
der höchsten Dividendenrendite werde die Aktie der Optikerkette nahe
ihres Zehnjahrestiefs und mit einem Branchenabschlag gehandelt,
begründete Analyst Harrison Woodin-Lygo sein neues Anlagevotum für
den MDax-Wert.
Im SDax ging die Kursrally von Friedrich Vorwerk
weiter mit einem Plus von 2,6 Prozent. Zeitweise
gelang dem Papier des Energieanlagenbauers sogar wieder der Sprung
über 100 Euro. Binnen einer Woche hat es sich inzwischen um rund ein
Drittel verteuert und das Rekordhoch vom Oktober bei etwas über 109
Euro rückt zunehmend näher. Am Vortag hatten starke Geschäftszahlen
angetrieben.
Berenberg-Analyst Lasse Stueben lobte an diesem Tag nun die starke
Marktposition und Projekt-Pipeline von Vorwerk, erhöhte sein
Kursziel und bekräftigte seine Kaufempfehlung. Andere Experten wie
die von MWB Research warnen dagegen vor der inzwischen sehr hohen
Bewertung der Aktie./ck/jha/