Pistorius: Gemeinsame Nato-Mission auf Grönland auf gutem Weg
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat sich optimistisch gezeigt, dass es zu einer möglichen Nato-Mission auf Grönland kommen werde - möglicherweise auch gemeinsam mit den USA. "Die Gespräche laufen meines Wissens gut, auf militärischer Ebene zunächst", antwortete er auf die Frage, ob er Anzeichen für eine US-Beteiligung sehe, bei einer Konferenz der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Berlin.
In der Nato sei man auf gutem Weg, dass der vorgeschlagene Überwachungseinsatz "Arctic Sentry" in der Tat zu einer "gemeinsamen Operation" werde. Sicher sei das zwar nicht, weil die Gespräche noch laufen würden, sagte der SPD-Politiker weiter. "Aber eigentlich sind wir jetzt wieder in einem Punkt, an dem wir schon vor einem halben oder vor einem Jahr waren."
Vorgeschlagener Einsatz könnte Nato-Präsenz verstärken
Den möglichen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic Sentry" (deutsch etwa: Wächter der Arktis) hatten einige Nato-Staaten schon vor der Wende im Konflikt mit den USA um Grönland ins Gespräch gebracht. Dieser solle für eine stärkere Präsenz des Bündnisses in der Region sorgen. Ob der Einsatz Teil der Vereinbarung ist, die laut US-Präsident Donald Trump am vergangenen Mittwoch während eines Treffens mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte entstanden war, ist unklar.
Die Arktis habe als Verbindung zwischen Europa und Amerika eine "hohe militärische Bedeutung", so Pistorius. "Das wissen unsere amerikanischen Alliierten und auch der amerikanische Präsident." Er sei froh, dass US-Präsident Trump von Drohungen gegenüber Grönland Abstand genommen habe - und man sich jetzt einig sei, die Insel "als Teil der Arktis gemeinsam zu schützen", sagte er./nkl/DP/jha
AXC0171 2026-01-27/13:07