Wiener Börse (Eröffnung) - ATX setzt Rekordjagd fort / Leitindex 0,5 Prozent im Plus - Bankwerte gesucht
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Der ATX hat sich am Dienstag zum Sitzungsauftakt wieder auf ein Rekordhoch gewagt. Rund eine halbe Stunde nach Handelsbeginn notierte der heimische Leitindex knapp darunter auf 5.551 Zählern. Das waren 0,47 Prozent mehr als zum Vortagesschluss. Für den ATX Prime ging es 0,46 Prozent hoch auf 2.755 Punkte. Moderate Gewinne gab es im europäischen Umfeld.
Die Blicke sind bereits auf die am Mittwoch anstehende geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank Fed gerichtet. "Dabei geht es nicht nur um die Zinsentscheidung selbst, sondern um die Aussagen von Fed-Chef Powell und die Frage, ob US-Präsident Trump zeitgleich die Nominierung für den Chefposten bekanntgeben wird", schrieben die Experten der Helaba. Die Unabhängigkeit der US-Notenbank werde wohl wieder stärker zum Thema werden.
Davor steht am Dienstagnachmittag in den USA noch das US-Verbrauchervertrauen des Conference Board auf der Agenda. Hierfür gebe es positive Vorgaben, so die Helaba-Ökonomen.
Antrieb bekam der ATX einmal mehr von den schwer gewichteten Bankwerten, die europaweit gefragt waren. Die Analysten der Barclays verwiesen auf ein starkes Investoreninteresse an CEE-orientierten Banken - sowohl in Europa als auch in den USA. Osteuropa werde von vielen Investoren wegen überlegener Wachstumsaussichten, indirektem Rückenwind durch deutsche Konjunkturpakete sowie Hoffnungen auf Frieden und einen Wiederaufbau in der Ukraine als "must-own" im Portfolio angesehen.
Ein bevorzugter Name bei den Anlegern sei den Barclays-Analysten zufolge die Erste Group, deren Aktien an der ATX-Spitze 1,5 Prozent zulegten. Seit Beginn des Vorjahres stehen die Titel rund 84 Prozent im Plus. Gesucht waren aber auch RBI- und BAWAG-Papiere mit Zuwächsen bis zu 1,2 Prozent.
Papiere der Österreichischen Post büßten 0,6 Prozent ein. Der Logistiker veräußert seine Anteile am deutschen Pharmagroßhändler AEP. Wegen der relativ niedrigen operativen Marge der AEP sei durch den Verkauf aber kaum ein Einfluss auf das Ergebnis der Post zu erwarten, so Erste-Analyst Christoph Schultes.
spa/moe
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