Aktien Asien: Gewinne - Zolldrohungen lassen südkoreanische Börse kalt
Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag zugelegt. Dabei blieben die Veränderungen meist überschaubar.
Japanische Aktien erholten sich etwas von den Verlusten zu Wochenbeginn. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf leichte Verluste des Yen zum Dollar, nachdem die Stärke der japanischen Währung zuletzt die exportorientierte Wirtschaft tendenziell belastet hatte.
Der Leitindex Nikkei 225
An den chinesischen Börsen war die Entwicklung uneinheitlich.
Während der CSI-300-Index
Wirtschaftsdaten trafen auf ein verhaltenes Echo. "Chinas Wirtschaft kommt weiterhin nicht vom Fleck", so Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Die Gewinne der Industrieunternehmen sind 2025 das vierte Jahr in Serie zurückgegangen." Damit hätten die Industrieunternehmen 2025 etwa 15 Prozent weniger verdient als im Rekordjahr 2021.
Die südkoreanische Börse profitierte unterdessen von den Gewinnen der Schwergewichte aus dem Halbleitersegment. Neue Zolldrohungen beeindruckten den Markt nicht. US-Präsident Donald Trump will die Zölle für den Import südkoreanischer Produkte, darunter Autos und Medikamente, von 15 auf 25 Prozent erhöhen. Als Grund nannte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dass die im vergangenen Jahr erzielte Handelsvereinbarung mit der Regierung in Seoul immer noch nicht vom südkoreanischen Parlament bestätigt worden sei.
Marktteilnehmer begründeten die gelasse Reaktion der Börse damit, dass man das Schema von Trump, mit Maximaldrohungen aufzuwarten, um dann zu einem Kompromiss zu gelangen, inzwischen zur Genüge kenne. Das südkoreanische Präsidentenamt hatte in einer schriftlichen Stellungnahme zudem mitgeteilt, man werde der US-Seite den Willen zur Umsetzung der Handelsvereinbarung übermitteln./mf/jha/
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