ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Guter Wochenstart - Techwerte und Fed im Blick
Die Anleger am US-Aktienmarkt sind
zuversichtlich in eine ereignisreiche Woche gegangen. Ganz große
Risiken mieden sie aber. Der Leitindex Dow Jones Industrial
schloss am Montag mit 49.412,40 Punkten und damit
0,64 Prozent höher als vor dem Wochenende.
Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,42 Prozent
auf 25.713,20 Punkte und für den marktbreiten S&P 500
ging es um ein halbes Prozent auf 6.950,23 Punkte aufwärts.
In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der
Notenbank Fed am Mittwoch auf der Agenda. Die Fed wird die
Leitzinsen zwar aller Voraussicht nach unverändert belassen. Viel
wichtiger ist jedoch die immer noch offene Frage nach dem nächsten
Fed-Chef. Die Amtszeit von Jerome Powell, der unter starkem Druck
von US-Präsident Donald Trump steht, endet im Mai. Als Nachfolger
von Powell gehandelt werden unter anderem Rick Rieder, Manager beim
Vermögensverwalter Blackrock, und der frühere Notenbanker Kevin
Warsh.
Ferner dürften auch die Quartalsberichte der Tech-Giganten Apple
, Microsoft , Tesla und
Meta in den nächsten Tagen große Strahlkraft haben.
Anleger werden einmal mehr darauf achten, inwieweit sich die
massiven Investitionen der Konzerne in Künstliche Intelligenz
auszahlen.
Am Markt diskutiert wird zu Wochenbeginn auch die Möglichkeit einer
erneuten teilweisen Schließung der US-Regierungsgeschäfte. Denn die
Demokraten im Senat bestehen darauf, dass die Finanzierung des
Heimatschutzministeriums ausgesetzt wird, bis sich der Kongress auf
neue Leitlinien für die Durchsetzung der Einwanderungsgesetze
einigen kann. Zuvor hatten ICE-Beamte in diesem Jahr in Minnesota
zwei US-Bürger getötet.
Vorne im Dow Jones waren die Aktien des Netzwerkwerk- und
IT-Spezialisten Cisco . Sie versuchten mit einem
Kursplus von mehr als drei Prozent den Ausbruch nach oben aus der
jüngsten, seit Mitte Dezember laufenden Konsolidierung. Gefragt
waren auch die Papiere des iPhone-Konzerns Apple. Sie legten um
knapp drei Prozent zu.
Der Pharmakonzern Merck & Co beendete derweil laut
einem Bericht des "Wall Street Journal" Gespräche zur Übernahme des
Biotech-Unternehmens Revolution Medicines . Die beiden
Unternehmen hätten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen können,
hieß es. Der Kurs der Anteilsscheine von Revolution Medicines brach
um 17 Prozent ein. Die Merck-Papiere fielen um 0,7 Prozent.
Um eineinhalb Prozent nach unten ging es für
Boeing-Aktien. Die Papiere des Flugzeugbauers- und
Rüstungskonzerns waren zuletzt auch sehr stark gelaufen, sodass
einige kurzfristig orientierte Anleger wohl erst einmal Gewinne
realisierten.
Die Intel-Aktien fielen weiter von ihrem
Mehrjahreshoch zurück, und zwar um 5,7 Prozent. Das lange Zeit
kriselnde Unternehmen hatte in der vergangenen Woche die Erwartungen
der Anleger mit einem Geschäftsausblick enttäuscht. So hatte sich
der Kurs zuvor seit Mitte September in etwa verdoppelt. Das
Unternehmen kann die Nachfrage nach Server-Chips für KI-Anwendungen
nicht bedienen, da bei der Produktion mit der neuen
Prozessorarchitektur "Intel A18" die Ausbeute noch nicht hoch genug
ist, wie Analyst Ingo Wermann von der DZ Bank erklärt./mis/stk