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Schah-Sohn Pahlavi: Will im Iran 'Agent des Wandels' sein

Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, will die Zukunft des Irans mitgestalten, weist einen konkreten Machtanspruch aber zurück. Er wolle in den Iran zurückkehren, um beim Wandel zu helfen, sagte Pahlavi in einem auf Englisch geführten Interview in den ARD-"Tagesthemen". "Ich kandidiere nicht für ein Amt. Ich verlange nichts im Gegenzug. Aber ich weiß, wie entscheidend meine Rolle sein könnte, hier der Agent des Wandels zu sein." Er wolle dem Volk dienen, das sei sein Versprechen an seine Landsleute, "und darum vertrauen sie mir und haben mich gerufen".

Pahlavi, den sein autoritär regierender Vater, der letzte Schah von Persien, einst zum Kronprinzen ernannte, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA. Während der jüngsten Massenproteste beanspruchte er aus dem Ausland eine Führungsrolle in der zerstrittenen und zersplitterten iranischen Opposition.

Pahlavi sieht seine eigene Rolle als Unterstützer dieser Bewegung durch die Bevölkerung legitimiert. "Millionen Menschen sind auf die Straßen gegangen, überall im Iran. Millionen haben meinen Namen gerufen, haben gerufen: Pahlavi, komm zurück!", sagte Pahlavi in den ARD-"Tagesthemen". Sein Name sei auch an Wände geschrieben worden. "Ich weiß nicht, wie viel Beweis Sie noch brauchen, um zu sehen, dass ich in der Tat die Unterstützung von Millionen meiner Landsleute habe."

Im Iran existiert seit Jahren keine anerkannte organisierte Oppositionskraft. Viele Gegner des Herrschaftssystems setzen daher auf internationale Unterstützung. Bei aktuellen Demonstrationen wurde mehrfach der Slogan "Lang lebe der König" gerufen - ein direkter Hinweis auf Pahlavi. Wie groß sein tatsächlicher Einfluss im Land ist, bleibt jedoch schwer einzuschätzen - denn seine Rolle bleibt umstritten. Während einige ihn als Hoffnungsträger sehen, kritisieren andere seine politische Intransparenz und den konfrontativen Stil seiner Anhänger.

Entschlossen, das Land zu befreien

Pahlavi betonte, er wolle so schnell wie möglich in sein Heimatland zurückkehren. "Wie ich dort hinkomme, daran arbeite ich, aber ich möchte da sein, auch noch vor dem Zusammenbruch des Regimes, wenn es möglich ist." Völlig offen ist indes, ob Pahlavi überhaupt einreisen darf und welche Folgen ihm als Oppositionspolitiker drohen würden.

Er sagte, das iranische Volk sei entschlossen, ein Ende des autoritären Herrschaftssystems herbeizuführen. "Ich nenne das nicht mehr Protest, es ist eine richtige Revolution einer Nation, die 46 Jahre religiöser Diktatur und Tyrannei satthat." Es gebe kein Zurück. "Wir sind alle entschlossen, unser Land zu befreien, und wir hoffen nur, dass die freie Welt uns zur Hilfe kommt."/hme/DP/zb

AXC0005 2026-01-24/11:21

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