APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Ankläger unterstellt Ott zum Prozessauftakt "Landesverrat"
Wien - Am Donnerstag hat am Wiener Landesgericht mit der Verhandlung gegen Egisto Ott der größte heimische Spionage-Prozess der vergangenen Jahrzehnte begonnen. Der Staatsanwalt sparte in seinem Anklagevortrag nicht mit harten Worten. Ott habe "vereinfacht gesagt Landesverrat" begangen. Zum einen waren dafür laut Staatsanwalt finanzielle Motive, zum anderen beruflicher Frust ausschlaggebend. Ott bekannte sich zu sämtlichen Vorwürfen "nicht schuldig".
Pensionistin in Wiener Heim getötet
Wien - Eine 87-Jährige ist am Dienstag in einem Pensionistenheim in Wien-Döbling tot aufgefunden worden. Aufgrund der Spuren konnte ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden. Dieser Verdacht wurde nun durch eine am Mittwochabend durchgeführte Obduktion bestätigt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Laut dem vorläufigen Ergebnis des Gerichtsmediziners ist von einem Tötungsdelikt auszugehen.
Mercosur-Abkommen soll im März vorläufig in Kraft treten
Brüssel - Das EU-Mercosur-Abkommen kann nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters trotz der Anrufung des Europäischen Gerichtshofs voraussichtlich im März vorläufig in Kraft treten. "Das EU-Mercosur-Abkommen soll vorläufig angewendet werden, wenn der erste Mercosur-Staat ratifiziert hat", sagte ein EU-Diplomat am Donnerstag zu Reuters. "Das wird wohl Paraguay im März sein."
Trump gründete umstrittenen "Friedensrat"
Davos/Washington - Donald Trump hat seinen umstrittenen "Friedensrat" ins Leben gerufen. Der US-Präsident unterzeichnete am Donnerstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein Gründungsdokument für das Gremium, in dem Kritiker einen Angriff auf die UNO sehen. "Wir werden Frieden in der Welt haben - und das wird einfach großartig sein!", sagte Trump. Unter den Unterzeichnern war neben Ungarn überraschend auch ein weiteres EU-Mitglied: Bulgarien. Russland will dafür eingefrorene Gelder nutzen.
"Blood & Sinners" mit Rekord als heuriger Oscar-Favorit
Hollywood/Wien - Die heurige Oscar-Saison beginnt mit einem Rekord: Der musikalische Vampirhorrorfilm "Blood & Sinners" von Regisseur Ryan Coogler geht mit ganzen 16 Nominierungen ins Rennen um die wichtigsten Filmpreise der Welt, die am 15. März zum 98. Mal verliehen werden. Damit deklassiert das Werk das bisherige Allzeit-Spitzentrio "All About Eve", "Titanic" und "La La Land", das auf je 14 Nominierungen kam. Cooglers Werk hat in praktisch allen zentralen Kategorien Siegchancen.
Trump: Treffen mit Selenskyj lief sehr gut
Davos - US-Präsident Donald Trump spricht von einem sehr guten Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Die Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin laute, dass der Krieg aufhören müsse, sagte Trump am Donnerstagnachmittag am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Auch Selenskyj sprach von einem guten Treffen. Nach Angaben des US-Präsidialamts dauerte das Gespräch etwa eine Stunde.
Rund 3.000 Wohnblöcke in Kiew weiter ohne Heizung
Kiew (Kyjiw) - In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach russischen Luftangriffen Anfang dieser Woche rund 3.000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Dies teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Donnerstag über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. In der Nacht auf Donnerstag seien jedoch 227 weiter Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa wurde den Behörden zufolge ein 17-Jähriger getötet.
"e-Health-Vereinbarung" soll neue E-Card-Services bringen
Wien - Der Dachverband der Sozialversicherungsträger und die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) haben eine Vereinbarung zum Ausbau der Leistungen des E-Card-Systems geschlossen. Die sogenannte "Zukunftsvereinbarung e-Health" definiert den Pfad für neue Services bis 2030. Vorgesehen sind etwa Neuerungen bei der e-Zuweisung, eine e-Verordnung und auch ein e-Terminservice bei niedergelassenen Ärzten und Gruppenpraxen. Bei der Präsentation am Donnerstag lobten beide Seiten den Pakt.
Wiener Börse nach Grönland-Wende auf Rekordhoch
Wien - Nach der Rücknahme neuer US-Zölle im Grönland-Streit und positiven US-Aussagen zur Ukraine haben die Anleger am Donnerstag bei heimischen Aktien zugegriffen. Der ATX übersprang dabei erstmals die Hürde von 5.500 Punkten. Am Nachmittag stand der Leitindex 2,38 Prozent im Plus bei 5.539 Punkten. Damit steuert das Börsenbarometer auf den höchsten Tagesgewinn seit vergangenem April zu. Klare Gewinne wurden auch an anderen europäischen Börsen verzeichnet.
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red