Starmer zu Grönland-Einigung: Harter Teil liegt noch vor uns
Der britische Premier Keir Starmer sieht den schwierigsten Teil bei der Einigung im Streit um Grönland noch nicht bewältigt. "Die eigentliche harte Arbeit besteht nun darin, einen besseren Weg nach vorn in der Frage zu finden, über die wir uns alle einig sind - der Sicherheit in der Arktis", sagte Starmer vor einem Gespräch mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf seinem Landsitz Chequers. Das sei das nächste Kapitel, so Starmer. Er freue sich darauf, mit Frederiksen zu beraten, wie man die entscheidenden Schritte auf diesem Weg nehme.
Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump eine überraschende Wende bei seinen Plänen zur Übernahme der zu Dänemark gehörenden Insel gemacht. Auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos versprach er, dass er keine gewaltsame Lösung anstrebe. Zugleich beharrte er auf seinem Besitzanspruch auf die Insel. Bei Gesprächen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte sei man dann übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse. Was genau das bedeutet, blieb jedoch unklar.
Frederiksen bedankte sich bei Starmer für die Unterstützung in dem Streit. "Ich denke, jeder versteht, dass es für uns eine ziemlich schwierige Zeit war", so die Dänin. Sie fügte hinzu: "Es ist extrem wichtig für uns alle, zu wissen, dass wir gute Freunde und starke Verbündete haben, und dass die Europäer zusammenstehen und sich nicht auseinanderdividieren lassen und auch in einer sich rasch verändernden Welt zu unseren gemeinsamen Werten stehen."/cmy/DP/mis
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