ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Beruhigung - Trump vermeidet in Davos Eskalation
Mit der Rede von Donald Trump auf
dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos haben sich die
Gemüter an den europäischen Börsen am Mittwoch ein Stück weit
beruhigt. Der US-Präsident schloss in der Grönland-Frage Gewalt aus.
Er hält aber an seinen Plänen fest, dass zum Schutz der USA und der
Welt die Vereinigten Staaten Grönland übernehmen müssten. Für
Anleger war dies zunächst eine Beruhigungspulle, weil sich damit die
jüngste Eskalation nicht verschärfte.
Der EuroStoxx 50 holte seine Verluste mit der Rede
Trumps weitgehend auf, am Ende des Tages stand für den
Eurozonen-Leitindex ein Minus von 0,16 Prozent auf 5.882,88 Punkte
zu Buche. Außerhalb der Eurozone schloss der britische Leitindex
FTSE 100 mit plus 0,11 Prozent auf 10.138,09 Zähler,
während der schweizerische SMI um 0,10 Prozent auf
13.156,81 Punkte nachgab.
Aus Branchensicht verbuchten Aktien von Versicherern
am Mittwoch die größten Verluste. Der Sektor steht sein Jahresanfang
unter Druck, auch wegen einer enttäuschenden Preiserneuerungsrunde.
Munich Re verloren zur Wochenmitte 3,1 Prozent, Axa
sanken um 2,3 Prozent.
Mit weitem Abstand oben in der Anlegergunst standen hingegen einmal
mehr Rohstofftitel . So verbuchten die Papiere der
Bergbaukonzerne Rio Tinto an der "Footsie"-Spitze
nach einem starken Produktionsbericht Kursaufschläge von mehr als 5
Prozent.
Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Danone
schlossen 8,4 Prozent tiefer. Das Problem verunreinigter Babynahrung
zieht immer weitere Kreise zieht: In einem von einem Lieferanten
stammenden Inhaltsstoff wurde das Toxin Cereulid festgestellt. Der
von bestimmten Bakterien gebildete Giftstoff kann Übelkeit,
Erbrechen und Durchfall verursachen - und ist Auslöser von Rückrufen
nicht nur bei Danone, sondern auch bei Konkurrenten wie Nestle
. Dessen Papiere verloren 1,3 Prozent.
Die Anteile von Burberry zogen nach einem positiv
aufgenommenen Quartalsumsatz des britischen Luxusmodeherstellers um
5 Prozent an. Analysten der Deutschen Bank sprachen von einer
Erleichterung für die zuletzt gebeutelte Branche und verwiesen auf
den sich erholenden Absatz der Briten im wichtigen chinesischen
Markt./ajx/he