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Grünen-Chef fordert von Merz robuste Antwort auf Trumps Rede

Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos fordern die Grünen eine "sehr robuste Antwort" von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Die Zeit der Selbstverzwergung muss vorbei sein", sagte Grünen-Chef Felix Banaszak.

Auf diese Rede antworte man nicht, "indem man sich vor dem Bully in den Staub" werfe. Man reagiere, indem man den Rücken gerade mache, wie es Kanadas Premier Mark Carney getan habe.

"Trumps Rede war eine lange Liste von Lügen, sie war eine unmissverständliche Kampfansage. Eine Kampfansage an Grönland, an Kanada, an Europa. An die freie Welt", sagte Banaszak. "Es war die Ansprache eines Gangsters, der die Welt erpresst." Die einzige Sprache, die Trump verstehen werde, sei die Sprache europäischer Entschlossenheit und Stärke.

Auf die Ankündigung von Zöllen müsse mit robusten Gegenzöllen reagiert werden. Zudem sei Trump da verwundbar, wo es ihn direkt treffe: "Es braucht einen schnellen neuen Anlauf in der Regulierung und Besteuerung der amerikanischen Digitalkonzerne", forderte Banaszak.

Schließlich müsse Europa unabhängiger werden von fossilen Importen aus den USA. Die europäische Verteidigungs- und Sicherheitsarchitektur müsse schnell weiterentwickelt und Europa unabhängiger in kritischen Bereichen werden.

Grünen-Co-Chefin Franziska Brantner sagte der "Rheinischen Post", Grönland sei kein Beutestück, sondern ein Land mit Einwohnern, Geschichte und Kultur. "Merz muss aufhören, durch diese Krise schlafzuwandeln. Jetzt ist der Moment, Europa zu einen und unsere Eigenständigkeit entschlossen voranzubringen", so Brantner./sl/DP/mis

AXC0280 2026-01-21/17:44

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