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Bundesregierung: 'Putin nutzt Kälte als Waffe'

Die Bundesregierung wirft Russland nach den jüngsten schweren Angriffen auf die Ukraine Kriegsverbrechen vor. "Hunderttausende Kinder, ältere Menschen, ganze Familien müssen bei eisigen Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung und ohne warmes Wasser ausharren", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Russland überziehe die Ukraine im kältesten Winter seit Kriegsbeginn mit brutalen Angriffswellen auf zivile Ziele und Energieanlagen, so auch in der vergangenen Nacht. "Die Bundesregierung verurteilt diese fortgesetzten massiven russischen Luftangriffe aufs Schärfste."

Meyer erklärte mit Blick auf den russischen Präsidenten: "Putin nutzt Kälte als Waffe. Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend." Diese Kriegsführung solle die Ukraine zermürben und sei ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. "Putins Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen", sagte der Sprecher. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj waren nach den jüngsten Angriffen mehr als eine Million Menschen allein in der Hauptstadt Kiew ohne Strom.

Beendigung des Krieges als zentrales Anliegen

Der stellvertretende Regierungssprecher sagte: "Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine." Trotz vieler anderer Diskussionen auf der internationalen Bühne verdienten die Geschehnisse in der Ukraine einen klaren Fokus. Dass dieser Krieg ein Ende finde, sollte "weiter auch das zentrale gemeinsame Anliegen Europas, der Ukraine, der USA, aber auch der Weltgemeinschaft sein"./sam/DP/mis

AXC0197 2026-01-21/14:28

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