APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Macron warnt in Davos vor Abkehr von Regeln und Recht
Davos/Brüssel - Der französische Präsident Emmanuel Macron warnt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor einer globalen Abkehr von Regeln und internationalem Recht. Die Welt erlebe einen "Wandel hin zu einer Welt ohne Regeln, in der das Völkerrecht mit Füßen getreten wird und in der das einzige Gesetz, das zu zählen scheint, das des Stärkeren ist", sagte Macron. Sogenannte "imperiale Ambitionen" kehrten zurück. US-Finanzminister Scott Bessent warnte Europa indes vor Vergeltungsmaßnahmen.
Kommission empfiehlt acht plus zwei Monate Wehrdienst
Wien - Die von Ministerin Klaudia Tanner (ÖVP) eingesetzte Wehrdienstkommission hat am Dienstag ihren Bericht präsentiert und sich für eine Verlängerung des Wehrdienstes ausgesprochen. Von den drei ausgearbeiteten Modellen empfiehlt die Kommission die "Österreich plus" genannte Variante, die acht Monate Grundwehrdienst und zwei Monate an verpflichtenden Milizübungen vorsieht, anstatt des derzeit sechsmonatigen Präsenzdienstes. Analog soll auch der Zivildienst ausgeweitet werden.
Tanner will wieder verpflichtende Milizübungen
Wien - Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) spricht sich für die Wiedereinführung verpflichtender Milizübungen nach dem Grundwehrdienst aus. Es beginne nun die Diskussion um den Wehrdienst der Zukunft, sagte sie in Reaktion auf den Bericht der von ihr eingesetzten Wehrdienstkommission. Eine Präferenz für eines der Modelle äußerte sie nicht. Nun müssten die Parteien darüber diskutieren. Die Notwendigkeit einer Reform sei jedenfalls unbestritten.
Regierung einigt sich bei Novelle zur Versorgungssicherheit
Wien - Die Bundesregierung hat sich als erste Maßnahme der Industriestrategie auf eine Novelle des Versorgungssicherungsgesetzes geeinigt. Der Ministerrat habe die Strategie nun auch formal beschlossen, berichtete Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) im anschließenden Pressefoyer. Die Gesetzesänderung sei aufgrund der geopolitischen Lage "zwingend erforderlich". Neu sind Resilienzmaßnahmen vor einer Krise, Verbesserungen bei Datenzugriff und öffentlichen Vorräten.
46-Jähriger starb nahe Graz bei Schusswechsel mit Polizei
Kainbach bei Graz - Ein 46-jähriger Mann ist in der Nacht auf Dienstag bei einem Polizeieinsatz in Kainbach bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung) bei einem Schusswechsel tödlich getroffen worden. Der Mann hatte sich mit einer Langwaffe in seinem Haus, in dem er alleine lebte, verbarrikadiert und zuvor Angehörige bedroht. Gegenüber der Polizei und ihren Spezialkräften kündigte er an, das Haus in die Luft zu sprengen. Nach stundenlangem Einsatz eskalierte die Situation und es fiel der tödliche Schuss.
Selenskyj schlägt Europa Aufbau einer gemeinsamen Armee vor
Kiew (Kyjiw)/Davos - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Ukraine und Europas mit bis zu drei Millionen Soldaten vorgeschlagen. Er habe das Thema angesichts der Bedrohung durch Russland bereits im vergangenen Jahr angesprochen, sagte Selenskyj am Dienstag in einem Online-Chat mit Journalisten. Russland plant, seine Streitkräfte bis zum Jahr 2030 auf 2,5 Millionen Soldaten aufzustocken.
Krebserkrankungen im Alter steigen rapide an
Wien - Die Menschen in Österreich werden immer älter. Das stellt auch eine große Herausforderung in der Behandlung von Krebs dar. Denn mehr als 60 Prozent, die eine Krebsdiagnose erhalten, sind älter als 65 Jahre. Und mit dem demografischen Wandel wird dieser Anteil bis 2040 auf mehr als 75 Prozent steigen, machten Expertinnen und Experten der Österreichischen Krebshilfe und der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie & Medizinische Onkologie am Dienstag aufmerksam.
Grönland - Österreich: Europa darf "nicht tatenlos zusehen"
Wien - Österreichs Bundesregierung hat am Dienstag die am Vortag von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) eingeschlagene Kommunikation bezüglich der Erpressungspolitik von US-Präsident Donald Trump in Sachen Grönland unterstrichen. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) sagte, Europa dürfe angesichts der Ambitionen Trumps "nicht tatenlos zusehen". Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) betonte, es gelte, auch die wirtschaftliche Stärke Europas klar zu machen.
Die Wiener Börse hat sich am Dienstag schwach präsentiert.
Wien - Der ATX verlor 1,8 Prozent auf 5.344 Punkte. Auch der ATX Prime gab ebenfalls 1,8 Prozent auf 2.652 Einheiten nach. Damit reihte sich Wien in das Gesamtbild der europäischen Börsen ein, die sich allesamt tiefrot präsentierten. Haupttreiber sind US-Präsident Donald Trumps Zugriffswünsche auf Grönland, die mit Zolldrohungen einhergehen. Betroffen von den neuen Zöllen wären acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland.
Die Auswahl der Meldungen für diesen Nachrichtenüberblick erfolgte automatisch.
red