Wiener Börse (Eröffnung) - ATX verliert satte 1,5 Prozent / Konflikt um Grönland verdirbt die Laune - Flughafen Wien verliert nach Bekanntgabe eines zu erwartenden Passagierminus für 2026 - Trotz neuen Auftrags auch Kapsch TrafficCom mit Verlusten
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Die Wiener Börse ist am Dienstag schwach in den Handel gestartet. Der heimische Leitindex ATX musste im frühen Handel 1,5 Prozent auf 5.363 Punkte abgeben. Der ATX Prime verlor ebenfalls 1,5 Prozent auf 2.661 Einheiten. Damit folgte die Wiener Börse dem europäischen Trend. Alle wichtigen europäischen Börsen fanden sich im Minus.
Einmal mehr kommen die negativen Impulse durch das Muskelspiel von US-Präsident Trump, der wegen Grönland wiederum die Zollkeule schwingt. Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne. Die europäischen Aktiennotierungen stehen angesichts einer erhöhten Risikoaversion unter Druck, erklären wiederum die Experten der Helaba.
Bezüglich Einzelwerten rückten am heimischen Markt der Flughafen Wien und Kapsch TrafficCom in den Fokus. Der Flughafen Wien hat heute bekanntgegeben, mit einem Passagierrückgang zu rechnen. Nach dem Rekord 2025 mit 32,6 Millionen Fluggästen prognostiziert der Vorstand für 2026 nur noch rund 30 Millionen, wie die Betreibergesellschaft mitteilte. Der Gewinn wird wie 2025 bei 210 Mio. Euro erwartet. Die Flughafenpapiere gaben daraufhin 0,4 Prozent nach.
Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom wiederum konnte von einem neuen Auftrag in Griechenland berichten. Die Anleger konnten damit nicht beeindruckt werden. Kapsch TrafficCom verloren bis jetzt starke 2,0 Prozent.
Außerdem haben Analysten der Berenberg Bank für den heimischen Caterer Do&Co sowohl ihre Kaufempfehlung "Buy" als auch das Kursziel von 250 Euro bestätigt. Die Do&Co-Papiere fanden sich aber wie fast alle Aktien im ATX Prime-Segment im Minus und gaben 1,8 Prozent nach. Einzig der Immobilienentwickler UBM konnte sich um die 0,0 Prozent halten.
Die größten Verluste verzeichneten RHI Magnesita, Strabag und AT&S mit minus 3,9 Prozent, minus 3,3 Prozent bzw. 3,3 Prozent.
moe/ste
ISIN AT0000999982