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SPD-Politiker wirft Spahn Nähe zu Trumps Grönland-Kurs vor

Die SPD im Bundestag wirft dem Chef der CDU/CSU-Abgeordneten, Jens Spahn, eine bedenkliche Nähe zu den Positionen Donald Trumps im Tauziehen um Grönland vor. "Wer zwischen den Zeilen liest, erkennt bei Spahn durchaus Sympathien für den Kurs von Donald Trump", sagte der außenpolitische Sprecher, Adis Ahmetovic, dem "Stern". Dieses Verhältnis müsse die Union für sich intern klären.

Ahmetovic bezog sich auf Äußerungen Spahns in der "Süddeutschen Zeitung" zu Trumps umstrittenen Plänen, die Arktisinsel den USA notfalls mit Gewalt einzuverleiben. Spahn kritisierte, dass manche trotz der offenkundigen militärischen Schwäche Europas nun den Fortbestand der Nato infrage stellen, falls Trump Ernst mache.

Spahn nannte die von den USA gestellten Fragen "nachvollziehbar"

Spahn fragte: "Ist es wirklich klug, dass wir als Europäer in der Abhängigkeit, in der wir von Amerika sind, diese Debatte jetzt so führen? Und die Antwort ist Nein.". Er fügte an: "Wenn man die Lage Grönlands auf dem Globus anschaut, sind die von den USA gestellten Fragen übrigens nachvollziehbar." Es gehe darum, ob wir als Nato und Europa diese strategisch immer wichtiger werdende Insel ausreichend gegen andere Mächte wie Russland schützen. "Und ja, da hat Donald Trump einen Punkt", sagte Spahn.

SPD für "klare Kante" gegen Trump

Ahmetovic sagte, die SPD stehe hingegen an der Seite von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). "Wir unterstützen den außenpolitischen Kurs der Bundesregierung, die klare Kante gegen Trumps Erpressungsversuche und stehen weiter solidarisch an der Seite von Dänemark und Grönland."/toz/DP/mis

AXC0231 2026-01-19/17:47

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