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Wiener Börse - ATX geht etwas tiefer ins Wochenende / Heimischer Leitindex verliert dünne 0,01 Prozent - Nach Rekord-Verlaufshoch am Vormittag

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Neu: Kursveränderungen von Einzelwerten
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Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit leichten Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Der heimische Leitindex ATX verlor magere 0,01 Prozent auf 5.470,33 Einheiten. Zahlen der US-Industrieproduktion vom Dezember fielen stärker als erwartet aus, gaben den heimischen Werten am Ende noch positive Impulse. Zudem hatte die heimische Regierung ihre Industriestrategie vorgestellt. Auch die europäischen Leitbörsen schlossen leichter.

Am Vormittag hatte der ATX noch ein neues Rekord-Verlaufshoch von 5.477,42 Zählern aufgestellt. Im Laufe des Handelstages gab der heimische Leitindex allerdings nach und erholte sich schließlich nach Bekanntgabe der US-Konjunkturdaten. In den USA stieg die Industrieproduktion Ende des vergangenen Jahres stärker als erwartet. Im Dezember habe sie um 0,4 Prozent zugelegt, teilte die US-Notenbank Fed am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten nur einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet. Zudem hatte die Produktion in den Industriebetrieben bereits im Vormonat stärker Fahrt aufgenommen als bisher bekannt.

Zur Stärkung des Standorts Österreich will die Bundesregierung der schwächelnden Industrie mit einem Investitionspaket in Milliardenhöhe unter die Arme greifen. Neben einem staatlich subventionierten Industriestrompreis soll in neun Schlüsseltechnologien investiert werden. Für die Investitionen in diese ist bis 2029 ein Volumen von 2,6 Mrd. Euro aus dem Forschungs-, Technologie-und Innovationspakt (FTI-Pakt) vorgesehen.

Davon profitierten wohl auch zunächst die Aktien von AT&S. Sie gewannen 2,4 Prozent. Zulegen konnte auch der Finanzsektor. Allen voran verzeichneten die BAWAG-Werte ein Plus von 1,8 Prozent. Uniqa-Aktien stiegen um 0,5 Prozent an. An der Spitze des prime-market-Segments standen Austriacard Holdings mit einem Gewinn von 5,2 Prozent und AMAG Austria Metall mit plus 3,5 Prozent sowie Zumtobel mit plus 2,7 Prozent.

Am heimischen Aktienmarkt rückten auch die Werte des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO ins Blickfeld. Erste Group Research hatte das Anlagevotum für SBO von "Buy" auf "Accumulate" gesenkt. Zudem wurde das Kursziel von 38,3 auf 37,2 Euro verringert. "Die Zwischenergebnisse für 2025 zeigen, dass SBO mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld konfrontiert ist, darunter ungünstige Wechselkursentwicklungen und die Auswirkungen der US-Zölle", so die zuständige Analystin Vladimira Urbankova in der Studie. Man sei aber weiterhin der Ansicht, dass die soliden langfristigen Aussichten von SBO nicht vollständig im Aktienkurs berücksichtigt sind. Die SBO-Aktien gaben um 4,6 Prozent nach.

Ebenfalls im Minus befanden sich die Werte von Wienerberger, die um 2,6 Prozent nachgaben. Die voestalpine verlor 2,1 Prozent. Lenzing fielen um 1,4 Prozent.

Andritz-Aktien bewegten sich indes nicht. Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer gab den Erwerb einer 51-Prozent-Beteiligung an dem chinesischen Spezialisten für Induktionserwärmung Baoding Sanzheng Electrical Equipment bekannt. Mit dieser Akquisition stärke man "die Position als umfassender Lösungsanbieter für die Stahlverarbeitung, insbesondere für Elektroband", hieß es dazu. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

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