Devisen: Eurokurs sinkt auf Tief seit Anfang Dezember - Robuste US-Daten
Robuste US-Konjunkturdaten haben den Euro
In der vergangenen Woche wurden auf dem US-Jobmarkt überraschend weniger Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. Zudem fielen von regionalen US-Notenbanken erhobene Daten besser aus als gedacht: Sowohl die Industriestimmung im Bundesstaat New York als auch das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hellten sich unerwartet deutlich auf.
Die Konjunkturdaten aus den USA dämpften die Zinssenkungserwartungen mit Blick auf die US-Notenbank aber nur etwas. Am Markt sind weiterhin bis zum Ende des Jahres zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte eingepreist, wie aus Terminkontrakten am Geldmarkt hervorgeht.
Wirtschaftsnachrichten aus Deutschland spielten am Devisenmarkt kaum eine Rolle. Europas größte Volkswirtschaft ist nach zwei Rezessionsjahren leicht gewachsen und hofft nun auf einen von staatlichen Milliardeninvestitionen getragenen Aufschwung. Für 2025 errechnete das Statistische Bundesamt auf vorläufiger Basis ein Wachstum von 0,2 Prozent. Dies entsprach den Erwartungen von Analysten.
"Wegen der sehr expansiven Fiskalpolitik der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt in den kommenden Quartalen wohl weiter zulegen", schrieb Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank und fuhr fort: "Allerdings dürften die Zuwächse etwas verhaltener ausfallen als bisher von uns unterstellt, weil die Unternehmen über das Ausbleiben breit basierter Reformen enttäuscht sind und sich bei Investitionen weiter zurückhalten."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,8674 (0,8668) britische Pfund, 184,31 (184,82) japanische Yen und 0,9314 (0,9333) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.615 Dollar. Das waren etwa 11 Dollar weniger als am Vortag./la/jha/
ISIN EU0009652759
AXC0272 2026-01-15/17:16