Aktien Asien: Verhaltene Entwicklung trotz guter TSMC-Zahlen
Die asiatisch-pazifischen
Aktienmärkte haben am Donnerstag verhalten tendiert. Dabei waren die
Veränderungen meist überschaubar.
Gute Zahlen und ein starker Ausblick von TSMC
brachten den Märkten damit keinen neuen Schub. "Die TSMC-Bilanz
unterstreicht die anhaltend starke Nachfrage aus dem KI-Sektor",
betonte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. "Die
Preissetzungsmacht scheint angesichts der hohen Nachfrage zu passen:
TSMC hat pro Chip mehr Geld verdient, die Bruttomarge stieg stärker
als erwartet an." Die Zahlen dürften die Angst vor einer KI-Blase
noch ein wenig mehr in den Hintergrund treten lassen. Allerdings
scheint dies bereits eingepreist zu sein. So lag die Börse Taiwans
sogar leicht im Minus und folgte damit den Vorgaben aus den USA.
Auch japanische Aktien konsolidierten die jüngsten Gewinne etwas.
Der Leitindex Nikkei 225 sank nach dem
Rekordhoch am Vortag um 0,42 Prozent auf 54.110,50 Punkte.
"Hinsichtlich der Geldpolitik preisen die Märkte nach der letzten
Leitzinserhöhung von 0,5 auf 0,75 Prozent im Dezember einen weiteren
solchen Schritt für Juli 2026 ein", so Anlagestratege Ulrich Stephan
von der Deutschen Bank. "Sollte sich die Yen-Schwäche fortsetzen
oder gar zunehmen, dürfte der Druck auf die Bank of Japan wachsen,
die Zinsen möglicherweise schon früher anzuheben und/oder an den
Devisenmärkten zu intervenieren."
Richtungslos war die Entwicklung in China. Während der CSI-300-Index
der chinesischen Festlandsbörsen um 0,2 Prozent auf
4.761,43 Punkte anzog, gab der Hang-Seng-Index der
Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,23 Prozent auf 26.938,03 Punkte
nach.
Australische Aktien tendierten dagegen etwas fester. Der
australische Leitindex S&P/ASX 200 schloss 0,47
Prozent höher mit 8.861,68 Punkten. Auch der südkoreanische Markt
lag im Plus und verzeichnete damit ein neues Rekordhoch./mf/stk