Aktien New York: Verluste - Tech-Schwergewichte und Banken unter Druck
Die US-Aktienmärkte haben zur Wochenmitte an
ihre Abwärtstendenz vom Vortag angeknüpft. Dabei führten
schwergewichtete Technologiewerte die Liste der Verlierer an.
Ebenfalls in schwacher Verfassung zeigten sich einige Bankenaktien
nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen. Leicht belastend auf die
Börsen wirkten die US-Erzeugerpreise, die im November stärker als
erwartet zulegten. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im November
etwas mehr als prognostiziert.
Der Leitindex Dow Jones Industrial büßte zuletzt 0,4
Prozent auf 49.016 Punkte ein, nachdem er tags zuvor bereits um 0,8
Prozent nachgegeben hatte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der
Nasdaq 100 am Mittwoch 1,5 Prozent auf 25.347 Punkte.
Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,9 Prozent auf 6.903
Zähler und setzte damit seinen Rückgang vom jüngsten Rekordhoch
fort. Die Talfahrt wird dabei vor allem deutlichen Verlusten aus dem
Kreis der "Magnificent 7", also der sieben bedeutendsten
US-Technologiewerte zugeschrieben, die aktuell zwischen 0,5 und 2,5
Prozent im Minus notieren. Fast 300 der 500 in dem Index gelisteten
Werte bewegten sich hingegen im Plus. Die ersten Wochen des Jahres
2026 seien von einer stetigen Rotation weg von den großen
Technologietiteln, hin zu kleineren Aktien geprägt gewesen, hieß es
dazu aus dem Handel.
Die US-Großbanken Citigroup , Bank of America
und Wells Fargo haben die Anleger mit
ihren Jahreszahlen nicht begeistert. Bei der Citigroup zehrte Ende
2025 die Trennung vom Russland-Geschäft am Gewinn, Wells Fargo
enttäuschte mit Zinsüberschuss und Gewinn, und die Bank of America
konnte sich trotz überraschend guter Zahlen dem Abwärtssog an der
Börse nicht entziehen. Für die Aktien von Citigroup und Wells Fargo
ging es zuletzt um 3,7 beziehungsweise 4,7 Prozent abwärts.
Gegen den allgemeinen Markttrend legten die Titel des Mischkonzerns
Honeywell um 0,8 Prozent zu. Das
Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum, das mehrheitlich im Besitz
von Honeywell ist, plant in Kürze den Gang an die Börse. Im
September hatte Honeywell bekanntgegeben, neues Kapital für
Quantinuum beschafft zu haben, wodurch das Unternehmen eine
sogenannte Post-Money-Bewertung von fast 11 Milliarden US-Dollar
erhalten habe.
Die Aktien von Biogen verbilligten sich um 4,6
Prozent. Das Biotech-Unternehmen hatte für das vierte Quartal ein
Vorsteuerergebnis angekündigt, das Kosten für übernommene laufende
Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie Vorauszahlungen und
Meilensteinzahlungen in Höhe von rund 222 Millionen US-Dollar
beinhalte.
Die Papiere des E-Fahrzeugherstellers Rivian
verbilligten sich um 9,0 Prozent. Die Großbank UBS stufte die Aktien
von "Neutral" auf "Sell" ab und begründete dies mit einem nicht mehr
attraktiven Verhältnis von Anlagechancen zu -risiken./edh/nas