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Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreis nach jüngsten Aufschlägen stabil / Gold- und Silberpreis mit neuen Rekordhochs

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch im frühen Handel stabil gezeigt und damit ihre jüngsten Gewinne gut behauptet. Die Notierungen hatten zuletzt den größten Gewinn über eine Vier-Tage-Periode in mehr als sechs Monaten hingelegt. Haupttreiber ist weiterhin die Krise im Iran und eine mögliche US-Reaktion. Am Vormittag wurde für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 65,50 US-Dollar (55,98 Euro) gezahlt, das ist ein kleines Plus von 0,06 Prozent.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar stieg zuletzt um dünne 0,08 Prozent auf 61,17 Dollar. Am Vorabend war Brent-Öl aus der Nordsee so teuer gewesen wie seit dem vergangenen Oktober nicht mehr. Der Preis für US-Öl hatte den höchsten Stand seit Anfang November erreicht.

US-Präsident Donald Trump warnte die Staatsführung der Islamischen Republik Iran vor der Hinrichtung von Teilnehmern der jüngsten Massenproteste. "Wir werden sehr hart reagieren", sagte der Republikaner dem TV-Sender CBS News in Detroit. Näher führte Trump seine Drohung nicht aus.

Der Markt bleibe weiterhin von einem bestehendem Überangebot und einer möglichen Eskalation der geopolitischen Risiken bestimmt, sagte Ölanalyst Zhou Mi von Chaos Ternary Futures in der Früh. Auf kurze Sicht könnten die Entwicklungen im Iran für ein Auf und Ab bei den Preisen sorgen, eine US-Militärintervention würde die Notierungen dann aber wohl sicher nach oben treiben.

Die Lage in Venezuela, das über die weltweit größten Ölreserven verfügt, wird am Öl-Markt ebenfalls weiter eng beobachtet.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist etwas gestiegen. Am Dienstag betrug der Korbpreis 62,78 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 61,75 Dollar am Montag. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Die Edelmetalle Gold und Silber bleiben an den Finanzmärkten stark gefragt - beide setzen ihre Rekordrally fort. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kletterte am Mittwoch um bis zu 1,2 Prozent auf 4.639 US-Dollar (3.980,61 Euro). Der Silberpreis zog um bis zu fünf Prozent auf 91,5535 Dollar an und lag damit erstmals über der Marke von 90 Dollar. Andere für die Industrie ebenfalls wichtige Edelmetalle wie Kupfer und Zinn kosteten ebenfalls so viel wie noch nie.

ste/moe

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