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Verdi-Chef droht Ländern mit Streiks im Tarifstreit

Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Länder hat Verdi-Chef Frank Werneke den Druck auf die Arbeitgeber kurz vor der zweiten Verhandlungsrunde erhöht und mit Streiks gedroht. "Wir sind im öffentlichen Dienst in der Lage zu streiken", sagte Werneke der "Augsburger Allgemeinen". "Ob und in welchem Umfang wir streiken, hängt vom Verhandlungsverlauf ab." Klar sei: "Die Arbeitgeber müssen jetzt liefern."

Werneke bekräftigte, dass die Beschäftigten der Länder mindestens die gleichen Gehaltserhöhungen erhalten müssten wie die Arbeitnehmer bei Bund und Kommunen - "unter keinen Umständen schlechter". Dort waren ein Plus von zunächst 3 Prozent und anschließend weitere 2,8 Prozent vereinbart worden. "Es gibt schlicht keinen Grund, für die Beschäftigten der Länder eine niedrigere Tariflohnsteigerung zu vereinbaren", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. Die Finanzlage der Länder sei besser als die der Kommunen.

Die von Verdi erhobene Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn verteidigte Werneke gegen Kritik der Arbeitgeber, die von "astronomischen" Forderungen gesprochen hatten. "Unsere Lohnforderung von sieben Prozent ist nicht astronomisch hoch", sagte er. Zugleich räumte er ein: "Uns ist klar, dass wir diese Forderung nicht eins zu eins durchsetzen." Ziel sei es, "dass die realen Löhne der Beschäftigten ansteigen".

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder ist für Donnerstag und Freitag in Potsdam angesetzt. Sollte es zu Warnstreiks kommen, könnten je nach Bundesland unter anderem Universitätskliniken, Hochschulen oder Studierendenwerke betroffen sein. Gefährdungen für die Bevölkerung werde es dabei nicht geben, betonte Werneke./lig/DP/zb

AXC0017 2026-01-14/06:00

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