ROUNDUP/Aktien New York: Leichter Dämpfer nach Rekorden
Nach dem Rekordkurs der Wall Street zum
Wochenstart ist am Dienstag nach der Bekanntgabe neuer
US-Inflationsdaten etwas Ernüchterung eingetreten. Der Leitindex Dow
Jones Industrial verlor zuletzt 0,5 Prozent auf
49.352 Punkte. Tags zuvor hatte der US-Leitindex mit 49.633 Punkten
eine weitere Bestmarke aufgestellt.
Der marktbreite S&P 500 fiel am Dienstag um 0,3
Prozent auf 6.955 Zähler, nachdem er am Freitag und Montag
Höchststände markiert hatte. An der Technologiebörse Nasdaq gab der
Nasdaq 100 am Dienstag um 0,5 Prozent auf 25.672
Punkte nach.
Die US-Verbraucherpreise stiegen im Dezember wie bereits im Monat
zuvor um 2,7 Prozent. Volkswirte hatten dies im Schnitt erwartet.
Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie
und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, betrug unverändert 2,6
Prozent. Analysten hatten hier mit 2,7 Prozent gerechnet.
Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank,
zeigen die Preisdaten weiterhin keine nennenswerten Effekte durch
die Zollpolitik der US-Regierung. Sollte sich dies in den kommenden
Monaten fortsetzen, habe die US-Notenbank Fed grünes Licht für
weitere Zinssenkungen.
Die Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen eröffnete am Dienstag
JPMorgan . Die Übernahme der Apple-Kreditkarten von
Goldman Sachs hat der größten US-Bank im
Schlussquartal 2025 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die Pläne von
Bankchef Jamie Dimon für das laufende Jahr fielen indes höher aus
als von Branchenexperten im Schnitt erwartet. Die JPMorgan-Aktie
verlor zuletzt 2,6 Prozent.
Apple greift unterdessen den Softwarehersteller Adobe
sowie Entwickler von Musik-Anwendungen mit einem
Bündel-Abo für seine Kreativ-Apps an. Den Preis für das
Studio-Bündel setzte Apple auf 12,99 Euro im Monat beziehungsweise
129 Euro im Jahr fest - und damit deutlich unter dem Niveau von
Adobe. Adobe-Aktien fielen um 3,5 Prozent, während Apple-Papiere um
0,1 Prozent sanken.
Zu den klaren Kursgewinnern zählten die Papiere von Intel
und AMD , die um 6,6 beziehungsweise
4,8 Prozent stiegen. Das Investmenthaus Keybanc Capital Markets hat
für beide Chipwerte zum Übergewichten im Portfolio geraten.
Weniger gut kam die Quartalsbilanz von Delta Air Lines
an, die Aktie büßte 1,0 Prozent ein. Die Prognose der
Fluggesellschaft 2026 für den Gewinn je Aktie wurde am Markt als
zurückhaltend eingestuft.
Die Titel des Rüstungsunternehmens L3Harris
verteuerten sich um weitere 2,5 Prozent und markierten damit den
siebten Börsentag in Folge ein Rekordhoch. Das
US-Verteidigungsministerium will eine Milliarde US-Dollar in das
Raketengeschäft des Unternehmens investieren./edh/nas