ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Rekorde in Paris und Zürich und beim EuroStoxx 50
Zum Ende der ersten kompletten
Börsenwoche 2026 in Europa hat es etliche neue Rekorde gegeben.
Sowohl die Börse in Paris als auch die in Zürich meldeten am Freitag
neue historische Höchstmarken. Der EuroStoxx 50 als
Leitindex für die Eurozone erreichte ebenfalls eine weitere
Bestmarke, nach oben getrieben vor allem von den französischen
Aktien im Index. Er ging mit einem Plus von 1,58 Prozent auf
5.997,47 Punkte aus dem Handel. Auf Wochensicht betrug der Gewinn
2,5 Prozent.
Nicht nur die Schwergewichte, auch der breite europäische Markt war
von Investoren gesucht. So erreichte der 600 Titel umfassende Stoxx
600 ebenfalls eine Rekordmarke.
Außerhalb des Euroraums stieg der schweizerische SMI
um 0,53 Prozent auf 13.421,82 Zähler und markierte eine weitere
Bestmarke. Diese blieb der britische Leitindex FTSE 100
indes noch knapp schuldig, trotz eines Aufschlags von
0,80 Prozent auf 10.124,60 Zähler.
Mit der soliden Entwicklung im neuen Jahr haben sich die Märkte
weder vom Angriff der USA auf Venezuela noch von den Unruhen im Iran
beirren lassen. "Das liegt daran, dass die neue Geoökonomie nicht
nur Risiken mit sich bringt, sondern auch wirtschaftliche Dynamik
entfacht", merkte Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater dazu an. "Das
reicht von den staatlichen Rüstungs- und Infrastrukturprogrammen bis
hin zum neuen weltweiten Technologiewettlauf um die beste KI."
Stärkster Sektor waren die Technologiewerte . ASML
kletterten um 6,8 Prozent. Gute Vorgaben aus Fernost
stützten. Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC )
hatte mit seinem Umsatz die Erwartungen übertroffen. Dies
untermauerte Hoffnungen auf anhaltende Investitionen in Künstliche
Intelligenz und dämpfte die Sorgen über eine mögliche
Bewertungsblase.
Gefragt waren auch L'Oreal . Die Aktie zog um 6,3
Prozent an und reagierte damit auf eine Hochstufung auf "Buy" durch
die UBS. Erstmals seit mehr als zwei Jahren dürfte der
Kosmetikkonzern von einer seltenen Kombination günstiger Faktoren
profitieren, schrieb Analyst Guillaume Delmas. Die Kursgewinne von
LOreal zogen den Sektor der Konsumgüter und die
darin enthaltenen Luxuswerte nach oben.
Im Rohstoffsektor standen die wieder aufgenommenen Fusionsgespräche
von Rio Tinto und Glencore im
Mittelpunkt. Glencore gab vorläufige Gespräche mit dem Rivalen
bekannt und bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times"
("FT"). Ein Deal könnte den weltgrößten Rohstoffkonzern mit einem
Unternehmenswert inklusive Schulden von mehr als 260 Milliarden
US-Dollar schaffen. Die Aktien reagierten gegenläufig. Während
Glencore um fast 10 Prozent anzogen, sanken Rio Tinto um 3 Prozent.
Im Bankensektor waren BNP Paribas mit plus 5,7
Prozent gefragt. Die US-Bank JPMorgan hatte die Aktie von "Neutral"
auf "Overweight" hochgestuft. Die Kapitalsorgen ließen nach, während
sich die Profitabilität verbessere, hieß es von JPMorgan.
Am Ende des Sektortableaus lagen die Versicherer . Die
Papiere des Rückversicherers Swiss Re litten mit
minus 1,2 Prozent unter einem negativen Kommentar von Morgan
Stanley./bek/men