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Wiener Aktienmarkt vorbörslich leicht im Minus erwartet / Neues US-Sanktionspaket gegen Russland möglich - Mercosur-Abkommen vor Vereinbarung auf Abschluss

Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Freitag mit einem kleinen Minus in den Handel starten. Bankenindikationen sahen den Leitindex ATX rund 30 Minuten vor Sitzungsbeginn 0,02 Prozent tiefer. Damit würde der heimische Leitindex über dem Stand des Wochenbeginns liegen. Grundsätzlich herrscht eine gute Stimmung an den Aktienmärkten.

Die Meldungslage am heimischen Markt bleibt am Berichtstag unternehmensseitig weitgehend ruhig. Im Ukraine-Krieg signalisierte US-Präsident Donald Trump Unterstützung für ein neues Sanktionspaket gegen Russland wegen des andauernden Ukraine-Kriegs. "Ich hoffe, dass wir es nicht verwenden müssen", sagte er aber in einem Interview des US-Senders Fox News. Man habe bereits "große Sanktionen gegen Russland" verhängt, die russische Wirtschaft sei "sehr schlecht", sagte Trump. Russland sei jedoch größer als die Ukraine und ein einflussreicheres Land.

In Brüssel soll am Freitag der Weg für den Abschluss des EU-Freihandelsabkommens mit den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay geebnet werden. Bei einem Treffen von Vertretern der EU-Staaten ist geplant, die Unterzeichnung und den Abschluss des Deals zu vereinbaren. Es wird erwartet, dass die dafür notwendige qualifizierte Mehrheit zustande kommt. Sie erfordert, dass im Rat der Mitgliedstaaten 15 der 27 EU-Staaten zustimmen, und diese zusammen mindestens 65 Prozent der Gesamtbevölkerung der EU ausmachen.

Am Nachmittag werden die Finanzmarktakteure insbesondere auf den US-Arbeitsmarktbericht achten und dabei steht vermutlich die Zahl der neugeschaffenen Stellen im Vordergrund. Zuvor ziehen laut Helaba-Analysten die deutschen Produktionszahlen die Aufmerksamkeit auf sich. Die Vorgaben seien nach der gestrigen Überraschung bei den Industrieaufträgen per saldo positiv. Es müsse allerdings beachtet werden, dass die Aufträge vor allem dank inländischer Großbestellungen einen unerwarteten Schub bekommen haben, so die Experten.

Am Donnerstag hatte der ATX um 0,04 Prozent höher bei 5.412,09 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

UBM Development +4,95% 21,20 Euro 
Frequentis      +4,11% 81,00 Euro 
DO&CO           +2,90% 213,00 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

AT&S     -7,02% 32,45 Euro
Semperit -3,53% 13,12 Euro
FACC     -3,14% 11,10 Euro

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