ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Wenig Bewegung - Anleger werden vorsichtiger
Europas Aktienmärkte haben am
Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Der EuroStoxx 50
gab um 0,32 Prozent auf 5.904,32 Punkte nach. Zum
Wochenauftakt war der Leitindex für die Eurozone auf ein Rekordhoch
gestiegen, anschließend ging er in eine Konsolidierung über. In
Madrid und Paris schlossen die Börsen am Donnerstag mit leichten
Gewinnen.
Die abwartende Haltung von Investoren dürfte bevorstehenden
wichtigen Konjunkturdaten geschuldet sein. "Der Fokus richtet sich
nun auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag", hieß es in einem
Kommentar von Index Radar. Sollte sich die Beschäftigung in den USA
schwächer präsentieren als erwartet, dann dürfte die Erwartung
sinkender Zinsen erneut aufleben.
Außerhalb des Euroraums tat sich wenig. Der britische Leitindex FTSE
100 schloss fast unverändert zum Vortag bei 10.044,69
Zählern. Der Schweizer SMI beendete den Handel in
Zürich mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 13.350,82 Punkte.
Zu den schwächeren Sektoren gehörten die Bauwerte .
Saint-Gobain verloren 1,8 Prozent, nachdem die Bank
UBS den Wert von "Neutral" auf "Sell" abgestuft hatte. Das
Verkaufsvotum reflektiere negativere Einschätzungen zum Bau privater
Häuser und Wohnungen in der EU und den USA, hieß es zur Begründung.
Noch schwächer als die Baubranche zeigte sich der Ölsektor
. Aktien von Shell verloren nach einem
enttäuschenden Zwischenbericht zur Produktion 3,5 Prozent. Die
Analysten der Bank RBC sprachen von einem harten Jahresende für den
Ölkonzern.
Durchwachsene Signale gab es von britischen Einzelhändlern. Tesco
verloren 6,7 Prozent. Die Analysten von Jefferies
sprachen von in Teilen enttäuschenden Quartalsumsätzen. AB Foods
brachen nach einem schwachen Zwischenbericht sogar um
14 Prozent ein. Marks & Spencer stiegen dagegen um 5
Prozent. Die Analysten der Deutschen Bank lobten eine zuletzt besser
als erwartet ausgefallene Profitabilität.
Besser entwickelte sich der Bankensektor , in dem BNP
Paribas um 3,5 Prozent stiegen. UBS hatte die Aktie
von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft. Mit einem Abschlag von rund
einem Drittel zum europäischen Bankensektor erscheine die Aktie des
französischen Geldhauses günstig, lautete die Begründung./bek/jha/