Wiener Börse (Nachmittag) - ATX setzt Konsolidierung fort / Leitindex verliert 0,7 Prozent - Warten auf US-Arbeitsmarktdaten
Die Wiener Börse hat am Donnerstag an die Vortageskonsolidierung angeknüpft. Am frühen Nachmittag notierte der ATX bei 5.370 Punkten und damit 0,74 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der ATX Prime verlor 0,73 Prozent auf 2.669 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich ebenfalls mit moderaten Abgaben.
Zur Wochenmitte hatte der ATX erstmals mit einem leichten Abschlag geschlossen, nachdem er zuvor im Zuge seiner starken Jahresendrally zwölf Gewinntage in Folge verzeichnet hatte. Am Berichtstag dürften sich die Anleger einerseits mit Blick auf den am morgigen Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zurückhalten. Starke Auftragszahlen aus der deutschen Industrie konnten dabei nicht nachhaltig stützen.
Zudem sorgte Trump mit Aussagen zu Immobilienkäufen und zur Rüstungsindustrie für Verunsicherung unter Investoren. Einerseits kündigte Trump an, dass große Finanzinvestoren zukünftig keine Einfamilienhäuser mehr kaufen dürfen. Aufgrund der aus seiner Sicht zu langsamen Aufrüstung will Trump zudem Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen des Landes bis auf Weiteres Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten.
Während die Meldungslage am heimischen Markt unternehmensseitig weitgehend ruhig blieb, nahmen die Anleger bei einigen der besten Aktien des Vorjahres Gewinne mit. So gaben AT&S und voestalpine 7,9 respektive 3,5 Prozent ab, während die Bauwerte Strabag und Porr 1,3 bzw. 2,2 Prozent einbüßten.
Wienerberger verloren 2,2 Prozent auf 29 Euro, nachdem UBS-Experte Julian Radlinger seine "Sell"-Empfehlung samt Kursziel von 25 Euro bekräftigt hatte. Angesichts der Entwicklung im europäischen Wohnungsneubau und Abwärtsrisiken auf der Ergebnisseite sei es zu früh für einen Kauf der Papiere, so der Analyst in einer Branchenstudie.
Bester Wert im prime market waren inzwischen Frequentis mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent. Europaweit profitierten Rüstungswerte von den Aussagen Trumps, wonach er eine deutliche Anhebung des Rüstungsbudgets plane. Frequentis entwickelt unter anderem Lösungen zur Luftraumüberwachung.
spa/sto
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