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Wiener Börse (Mittag) - ATX setzt Konsolidierung fort / Leitindex verliert 0,7 Prozent - Warten auf US-Arbeitsmarktdaten

Die Wiener Börse hat am Donnerstag an die Vortageskonsolidierung angeknüpft. Gegen Mittag notierte der ATX bei 5.372 Punkten und damit 0,71 Prozent unter dem Vortagesschluss. Der ATX Prime verlor 0,67 Prozent auf 2.671 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich überwiegend mit moderaten Abgaben.

Zur Wochenmitte hatte der ATX erstmals mit einem leichten Abschlag geschlossen, nachdem er zuvor im Zuge seiner starken Jahresendrally zwölf Gewinntage in Folge verzeichnet hatte. Am Berichtstag dürften sich die Anleger einerseits mit Blick auf den morgen anstehenden US-Arbeitsmarktbericht zurückhalten. Zudem sorgte Trump mit Aussagen zu Immobilienkäufen und zur Rüstungsindustrie für Verunsicherung unter Investoren.

Einerseits kündigte Trump an, dass große Finanzinvestoren zukünftig keine Einfamilienhäuser mehr kaufen dürfen. Aufgrund der aus seiner Sicht zu langsamen Aufrüstung will Trump zudem Verteidigungs- und Rüstungsunternehmen des Landes bis auf Weiteres Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten.

Etwas Unterstützung gaben hingegen Daten aus der deutschen Industrie. So stiegen die Auftragseingänge für das verarbeitende Gewerbe um deutliche 5,6 Prozent im Vergleich zum Oktober, wobei es bereits in den zwei Monaten zuvor deutliche Zuwächse bei den Neubestellungen gegeben hatte. "Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Monate scheint sich zu bestätigen. Die Talsohle dürfte durchschritten sein", freute sich denn auch Volkswirt Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research über die "endlich einmal wieder guten Nachrichten für die Industrie".

Während die Meldungslage am heimischen Markt unternehmensseitig weitgehend ruhig blieb, nahmen die Anleger bei einigen der besten Aktien des Vorjahres Gewinne mit. So gaben AT&S und voestalpine 6,2 respektive 2,3 Prozent ab, während die Bauwerte Strabag und Porr jeweils rund eineinhalb Prozent einbüßten.

Unter den besten Werten im ATX Prime waren inzwischen Frequentis mit einem Zuwachs von 1,5 Prozent. Europaweit profitierten Rüstungswerte von den Aussagen Trumps, wonach er eine deutliche Anhebung des Rüstungsbudgets plane. Frequentis entwickelt unter anderem Lösungen zur Luftraumüberwachung.

spa/ste

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