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Wiener Börse (Mittag) - ATX legt nach Gewinnserie Pause ein / Eurozonen-Inflationsdaten und Analystenstudien im Fokus

Der ATX hat am Dienstag nach elf Gewinntagen in Folge auf die Bremse getreten. Gegen Mittag notierte der österreichische Leitindex 0,45 Prozent im Minus bei 5.370 Punkten. Der ATX Prime fiel um 0,44 Prozent auf 2.668 Zähler. Das europäische Umfeld zeigte sich ohne klare Richtung.

Im Fokus standen Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone. In Frankreich hat sich die Inflation wie erwartet auf eine Jahresrate von 0,7 Prozent abgeschwächt. Nun richten sich die Blicke auf die Zahlen aus Deutschland, wobei am Vormittag bereits die Daten aus einzelnen Bundesländern vorlagen.

Daneben bleiben auch die Entwicklungen rund um den US-Angriff auf Venezuela im Fokus, wenngleich diese am Vortag bereits kaum belastend wirkten. Am US-Aktienmarkt übertraf der Leitindex Dow Jones Industrial vielmehr sogar sein bisheriges Rekordhoch aus dem Dezember. Dabei hatten die Anleger vor allem auf Ölwerte gesetzt, die von einem möglichen Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie profitieren könnten.

Auf Unternehmensebene blieb die Nachrichtenlage abgesehen von Analystenkommentaren ruhig. Die kanadische Bank RBC bestätigte in einer Branchenstudie ihre "Sector Perform"-Einschätzung für die OMV-Aktien und beließ das Kursziel bei 50,0 Euro. Die Einbindung von Borouge Group International (BGI) stärke die Investmentstory der OMV und verbessere die Ausgangslage für eine mögliche Erholung im Chemiegeschäft, schrieb RBC-Analyst Adnan Dhanani. OMV-Aktien stiegen um 1,1 Prozent auf 48,94 Euro.

EVN stiegen um 1,1 Prozent auf 28,15 Euro. Die Baader Bank hatte ihr 6-Monats-Kursziel für die Aktien von 27,9 auf 31,1 Euro angehoben. Das "Reduce"-Rating wurde jedoch beibehalten.

Ansonsten war der Handel von Gewinnmitnahmen geprägt. voestalpine und UNIQA kamen um jeweils knapp zwei Prozent zurück. Frequentis büßten 1,3 Prozent ein. Unter den schwer gewichteten Banken gaben Erste Group um ein Prozent nach.

spa

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