Österreichische Staatsanleihen im Späthandel ohne klare Richtung / Rendite der zehnjährigen Benchmark-Anleihe bei 2,97 Prozent
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitag im Späthandel uneinheitlich gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe legte um einen Basispunkt auf 2,97 Prozent zu. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 27 Basispunkten.
Auch deutsche Staatsanleihen zeigten sich nur wenig bewegt. Der Euro-Bund-Future hielt zuletzt mit einem kleinen Minus von 0,09 Prozent bei 128,89 Punkten.
Im Anleihenhandel schlug sich, wie erwartet, der verkürzte Handel in den USA nach dem "Thanksgiving"-Feiertag in geringerer Aktivität nieder. Zudem blieben wichtige Konjunktur- und Unternehmensnachrichten aus den USA aus. Auch die veröffentlichten Konjunkturdaten in Europa wirkten sich kaum aus.
In Deutschland bleibt die Teuerungsrate im November bei 2,3 Prozent. Die Inflationszahlen seien im Großen und Ganzen im Rahmen der Markterwartungen ausgefallen, schrieb Volkswirt Sebastian Becker von Deutsche Bank Research. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt in der Währungsunion mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Die nach europäischen Standards berechnete deutsche Inflationsrate (HVPI) lag im November mit 2,6 Prozent darüber. In Frankreich (HVPI: 0,8 Prozent) und Italien (1,1 Prozent) fielen die Verbraucherpreise etwas niedriger als erwartet aus und in Spanien (3,1 Prozent) etwas höher. Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,09 2,08 +0,01 5 5 Jahre 2,54 2,53 +0,01 24 10 Jahre 2,97 2,96 +0,01 27 30 Jahre 3,72 3,72 0 39
rst/mik