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Hohla: Tageskommentar Devisen und Zinsen

Devisen

EUR/USD: Bruch der 100-Tages-Linie Nachdem bereits am Freitag die 100-Tages-Linie unterschritten wurde, notiert EUR/USD auch im europäischen Frühhandel weiter unter der wichtigen charttechnischen Marke. Die nächste Unterstützung liegt allerdings bereits knapp darunter: Bei 1,2919 wartet die 60-Tages-Linie. Sollte auch diese Unterstützung nicht halten sind weitere deutliche Abgaben zu erwarten. Datenmässig ist dieses Mal auch in der EUR-Zone einiges drinnen. Morgen steht der ZEW-Index am Programm und am Freitag wartet auch noch der IFO-Index. In den USA gibt es neuerliche Daten zum Immobilien-Markt. Alles in allem ein explosiver Cocktail, der in Summe EUR/USD belasten könnte - auch der Bruch der wichtigen technischen Marken wird Abwärtsdruck ausüben. Heutige Range: 1,2915 - 1,3100

EUR/JPY: US-Banken konnten nicht beflügeln Die guten Quartalszahlen der US-Banken und die vergleichsweise positive Stimmung an den Aktienbörsen konnte EUR/JPY nicht nachhaltig beflügeln. Auf Grund der stärkeren EUR/USD-Korrektur gab auch EUR/JPY nach und sank somit deutlich unter die wichtige psychologische Marke von 130. Solange EUR/JPY unter dieser Marke verharrt, ist kein neuer Aufwärtstrend in Sicht.

Zinsen

Europa: EZB-Ratsmitglied stellt sich gegen OECD und IWF EZB-Ratsmitglied Bini Smaghi stellte sich in einem Interview deutlich gegen weitere Zinssenkungen und alternative Maßnahmen wie Wertpapierkäufe. Er sehe keine Gefahr einer anhaltenden Deflation über mehrere Jahre. Grundsätzlich lobte er die Maßnahmen der EZB und sah deutliche Besserungsanzeichen an den Kreditund Geldmärkten. Zugleich meldete sich auch EZB-Chef Trichet und kündigte eine maximale Zinssenkung von 25 BP an.

USA: US-Konsumentenvertrauen hellt sich auf Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan verbesserte sich unerwartet deutlich auf 61 Punkte.