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Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise etwas schwächer / Goldpreis behauptet

Die Ölpreise sind am Donnerstagvormittag etwas gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 67,62 US-Dollar. Das waren 0,3 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 0,2 Prozent auf 63,71 Dollar.

Am Markt wurde der Preisrückgang mit der gestiegenen Sorge vor einem Überangebot erklärt. Dies sorge für eine eher pessimistische Stimmung am Ölmarkt, sagte Rohstoffexperte Warren Patterson von der ING Bank. Er sieht aber nach wie vor die Möglichkeit für einen Anstieg der Ölpreise und erklärte dies mit drohenden Sanktionen der USA gegen den wichtigen Förderstaat Russland sowie umfassenderen Sekundärzöllen gegen russische Handelspartner.

Zur Wochenmitte hatte ein Rückgang der US-Ölreserven den Ölpreisen noch etwas Auftrieb verliehen. Die Lagerbestände waren um 2,4 Millionen auf 418,3 Millionen Barrel gesunken. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang um 2,0 Millionen Barrel gerechnet.

Ungarn und die Slowakei werden über die Druschba-Pipeline wieder mit russischem Rohöl versorgt. Das teilten der ungarische Ölkonzern MOL und die slowakische Regierung mit. In der vergangenen Woche war die Lieferung nach einem ukrainischen Angriff auf russisches Gebiet unterbrochen worden. "Ich hoffe, dass der Betrieb stabil bleibt und es keine weiteren Angriffe auf die Energieinfrastruktur geben wird", schrieb die slowakische Wirtschaftsministerin Denisa Sakova auf Facebook.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) lag zuletzt am Mittwoch bei 69,73 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 70,54 US-Dollar am Dienstag. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis trat am Donnerstagvormittag auf der Stelle. In London wurde die Feinunze (31,1 Gramm) zuletzt für 3.400 US-Dollar gehandelt und war damit leicht um 0,08 Prozent teurer als am Vorabend.

ger

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