Devisen (Früh) - Euro leicht auf 1,1616 US-Dollar gefallen / Angekündigte Entlassung von Fed-Gouverneurin Cook im Fokus
Der Euro hat am Mittwoch in der Früh gegenüber dem US-Dollar etwas nachgelassen. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte gegen 9.00 Uhr bei 1,1616 Dollar, nach 1,1645 Dollar am Vorabend. Im Fokus steht weiterhin der Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und der US-amerikanischen Notenbank Fed, der diese Woche um eine Facette reicher geworden ist.
Die angekündigte Entlassung der Fed-Gouverneurin Lisa Cook sorge zwar für Verunsicherung, es seien jedoch nur temporäre Ausschläge zu verbuchen gewesen, schrieben Analysten der Helaba-Bank in ihrem Tageskommentar. "An den Finanzmärkten scheint inzwischen aber ein gewisser Gewöhnungseffekt bezüglich der permanenten Trump-Angriffe auf die Notenbank vorhanden zu sein."
Als Grund nannte der Präsident in seinem Brief an Cook, dass es hinreichende Gründe zu der Annahme gebe, dass sie in einem oder mehreren Hypothekenverträgen falsche Angaben gemacht habe. Ein Präsident kann laut Gesetz Zentralbank-Gouverneure nur entlassen, wenn es hinreichende Gründe gibt. Cook machte deutlich, dass sie um ihren Posten kämpfen will.
Der erneute Rückgang der US-Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter sei zu erwarten gewesen und habe an den Finanzmärkten kaum Spuren hinterlassen, so die Helaba-Experten. Aufgrund von Konjunktursorgen halten sich die Spekulationen auf eine US-Zinssenkung im September. Dieser wird laut den Helaba-Marktbeobachtern marktseitig eine Wahrscheinlichkeit von knapp 86 Prozent beigemessen.
lof/prmax
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