Österreichische Staatsanleihen im Späthandel schwächer / Rendite der Benchmark-Anleihe mit zehnjähriger Laufzeit stieg auf 3,04 Prozent
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen sind am Dienstag im Späthandel gesunken. Im Gegenzug stiegen die Renditen. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe legte um 5 Basispunkte auf 3,04 Prozent zu. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 39 Basispunkten. Der Euro-Bund-Future fiel 0,41 Prozent auf 129,57 Punkte.
Hauptthema an den Finanzmärkten ist aktuell die US-Zoll- und Handelspolitik unter Präsident Donald Trump. Dieser erklärte am Montag, die Frist für eine mögliche Einigung - aber auch mögliche neue Zollsätze - vom morgigen 9. Juli auf den 1. August verschoben zu haben. Zugleich drohte er einigen Staaten wie Japan oder Südkorea ab dem Datum mit neuen Zöllen.
Anleihen gelten in der Regel als sichere Finanzpapiere, die in unsicheren Zeiten gekauft werden. Die Verschiebung der Deadline auf den 1. August wurde von Anlegerinnen und Anlegern aber tendenziell positiv aufgenommen, was die leichte Schwäche am Anleihenmarkt erklären könnte.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,02 1,98 +0,04 14 5 Jahre 2,40 2,37 +0,03 19 10 Jahre 3,04 2,99 +0,05 39 30 Jahre 3,68 3,62 +0,06 51
spo/sto