Auto-Neuzulassungen haben im 1. Quartal 2025 um 4,4 Prozent zugelegt / Massives Zulassungsplus bei reinen Elektroautos - Absatz von Diesel-Pkw brach um 33 Prozent ein - Nutzfahrzeugmarkt durch die Bank rückläufig - 815 Tesla im März neu zugelassen
--------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA0111 vom 09.04.2025 muss es im Titel/erster Absatz richtig heißen: 2025 (nicht: 2024) ---------------------------------------------------------------------
Die Auto-Neuzulassungen haben im ersten Quartal 2025 um 4,4 Prozent auf 66.017 Pkw zugelegt. 54,7 Prozent der Neufahrzeuge hatten alternative Antriebe, ein Zulassungsplus von 26,1 Prozent im Vergleich zu 2024. Dabei stiegen die Neuzulassungen mit Benzin-Hybridantrieb um 26,8 Prozent an, jene von Diesel-Hybrid-Pkw um 6,8 Prozent. Das größte Plus verzeichneten die reinen Elektro-Pkw mit 31,2 Prozent. Insgesamt wurden 85.462 Kfz neu zugelassen, ein Minus von 2,5 Prozent.
"Der österreichische Neuwagenmarkt ist im Jänner rasant ins neue Jahr gestartet, hat sich im Februar rückläufig entwickelt und ist im März im Vergleich zum Vorjahr nicht vom Fleck gekommen", beschreibt Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas die Entwicklung bei den Pkw-Neuzulassungen heuer. Besonders signifikant ist der Einbruch bei den Neuzulassungen von Diesel-Pkw, sie gingen um 32,7 Prozent zurück. Bei Benzinern betrug das Minus 4,5 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2024.
Zwei von drei Neu-Autos von Firmen gekauft
Zwei von drei neu zugelassenen Autos wurden von Jänner bis März des heurigen Jahres von Firmen gekauft. Bei benzinbetriebenen Pkw lag der Anteil an privaten Fahrzeugbesitzern bei 40,2 Prozent, neue Diesel-Pkw wurden zu 21,1 und neue Elektro Pkw zu 27,6 Prozent von Privaten zugelassen. Bei Benzin-Hybrid-Pkw und Diesel-Hybriden lag dieser Anteil bei 42,7 und 22,8 Prozent, rechnet die Statistik Austria am Mittwoch vor.
Die beliebtesten Pkw-Marken von Jänner bis März 2025 waren VW, Skoda und BMW, die größten Zuwächse gab es bei Cupra, Renault und Audi. Dagegen gingen die Neuzulassungen bei Seat, Toyota und Mercedes zurück. Und wie lief es bei Tesla? 1.304 Autos (-48 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal) hat Konzernboss Elon Musk in Österreich von Jänner bis März neu verkauft, davon 815 im März.
Durch die Bank rückläufig lief der Nutzfahrzeugmarkt, das Minus belief sich bis auf 20 Prozent, bei Traktoren lag das Minus bei 10 Prozent. Bei den Zweirädern wurden im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres 41 Prozent weniger Neuzulassungen von Motorfahrrädern registriert, bei den Motorrädern lag das Minus bei 23,2 Prozent. Bei Wohnmobilen wurde ein Rückgang von 33 Prozent registriert.
Die Zahlen für den März
Ein Blick auf den März zeigt, dass die Dynamik am Pkw-Markt spürbar nachgelassen hat. Hier lag das Zulassungsplus lediglich bei 1 Prozent. Bei Tesla betrug das Zulassungsminus gar 34,2 Prozent. Wobei: Bei Seat fiel das Minus noch größer aus, und selbst Mercedes musste ein Minus von 10 Prozent bei den Neuzulassungen verkraften, bei Kia und Hyundai waren es noch mehr. Und: Hinter dem Golf, Octavia, Duster und X1 war der Model Y das am meisten neu zugelassene Pkw-Modell heuer.
Bei den E-Autos war auch im März Tesla Marktführer in Österreich. 815 Autos hat Elon Musk in Österreich im März neu verkauft, 789 waren es bei Verfolger BMW und 649 beim Drittplatzierten VW. Aber auch hier hat die Medaille zwei Seiten: Während die beiden deutschen Verfolger deutlich zulegten, gab es beim US-Konkurrenten ein Absatzminus von 34,2 Prozent.
Und noch etwas ist interessant in der Zulassungsstatistik: Der chinesische Hersteller BYD, bis vor kurzem hierzulande noch gänzlich unbekannt, liegt mit dem Modell Sealion auf Nummer 2 bei den Elektromodellen hinter dem Tesla Model Y. BYD lässt somit den Renault R5 und BMW X1 hinter sich.
Dramatisch bergab ging es im März am Nutzfahrzeugmarkt, der auch ein zuverlässiger Konjunkturindikator ist. Bei den Klein-Lkw, wie sie bevorzugt von Paketzustellern genutzt werden, gab es ein Minus von 27 Prozent. Bei Sattelzugfahrzeugen, die hauptsächlich im Transit eingesetzt werden, lag der Rückgang bei 24,6 Prozent. Wohnmobile, die zu Coronazeiten weg gingen wie warme Semmeln, brachen bei den Neuzulassungen um 45,5 Prozent ein.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 0518-25, Format 88 x 112 mm) stf/cri
ISIN US88160R1014 WEB http://www.statistik.at/ http://www.teslamotors.com/
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