, APA

Wiener Börse startet nach US-Zollankündigungen schwächer / ATX fällt auf tiefsten Stand seit rund einem Monat - Anleger schichten auf sichere Häfen um

Nach der weitreichenden Zollankündigung des US-Präsidenten Donald Trump hat der Wiener Aktienmarkt am Donnerstag kräftig nachgegeben. Der ATX büßte in den ersten Handelsminuten 1,79 Prozent auf 4.052,91 Punkte ein. Damit fiel der Leitindex auf den tiefsten Stand seit Anfang März und auch wieder unter die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend. Der ATX Prime verlor 1,68 Prozent auf 2.036,94 Zähler.

Trump hatte am Mittwochabend Zölle von pauschal 10 Prozent auf alle US-Importe angekündigt. Auf Länder, die große Handelsüberschüsse mit den USA erzielen, sollen noch höhere Einfuhrsteuern erhoben werden. So gab Trump etwa Zölle in Höhe von 20 Prozent auf Importe aus der EU und zusätzliche 34 Prozent auf Importe aus China bekannt. Die EU bereitet inzwischen Gegenmaßnahmen vor, auch viele andere US-Handelspartner dürften Experten zufolge auf die neuen Zölle reagieren.

"Sorgen vor einer Eskalation des Handelskonflikts nehmen zu und entsprechend herrscht große Unsicherheit an den Finanzmärkten vor", schreiben die Experten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Die Anleger zog es dementsprechend in sichere Häfen, so markierte der Goldpreis in der Nacht ein weiteres Rekordhoch und die Anleihekurse legten kräftig zu.

spa/ste

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA ist nicht gestattet.