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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel etwas höher / Spannung vor der Bekanntgabe neuer US-Zölle

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen sind am Mittwoch im Späthandel gestiegen. Im Gegenzug sanken die Renditen. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um 3 Basispunkte auf 3,05 Prozent gefallen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 38 Basispunkten.

Knapp im Plus tendierten auch die Kurse der deutschen Staatsanleihen. Der Euro-Bund-Future gewann magere 0,08 Prozent.

Die Finanzmärkte warten auf die Ankündigung von Zöllen durch US-Präsident Donald Trump. Trump will am Mittwoch um 22 Uhr (MESZ) eine neue Runde weitreichender Zölle präsentieren. Der Republikaner sprach in der Vergangenheit von wechselseitigen Zöllen. Das bedeutet im Prinzip, dass die USA überall dort Zölle anheben, wo sie derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner. Zuletzt war aber unklar, ob die US-Regierung einfach pauschale Zölle auf den Weg bringen könnte.

Zumindest haben Vertreter der Trump-Regierung anschließende Verhandlungen nicht ausgeschlossen. "Wichtig ist die begleitende Rhetorik, um einen Eindruck von der Chance auf Deals zu bekommen", schreiben Experten der Dekabank. "Die Kapitalmärkte und Unternehmen mögen keine Unsicherheit, doch erscheint fraglich, ob heute wirklich Klarheit geschaffen wird." In den Stunden und Tagen nach Verkündung sei mit moderaten Gegenmaßnahmen von China, der EU und Kanada zu rechnen, schreibt die Dekabank.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre  2,15    2,21   -0,06       15                      
5 Jahre  2,52    2,56   -0,04       24                      
10 Jahre 3,05    3,08   -0,03       38                      
30 Jahre 3,50    3,51   -0,01       48                      

ste/spo

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