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Kreise: DWS legt Greenwashing-Ermittlungen gegen Millionenzahlung bei

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche-Bank-Tochter DWS zahlt wegen Greenwashing-Vorwürfen in der Heimat laut Insidern eine zweistellige Millionensumme. Die Fondsgesellschaft lege damit langwierige Ermittlungen der deutschen Staatsanwaltschaft bei, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch und berief sich dabei auf Personen, die mit der Sache vertraut sind. Die vereinbarte Zahlung liege etwas über den 19 Millionen Dollar (17,6 Mio Euro), die die DWS wegen Greenwashings bereits in den USA gezahlt hat. Laut Bloomberg soll die Einigung noch im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. Deutsche Bank, DWS und die Staatsanwaltschaft wollten sich auf Nachfrage von Bloomberg und dpa-AFX nicht äußern.

Der Fondsgesellschaft wurde vorgeworfen, sogenannte grüne Finanzprodukte als "grüner" verkauft zu haben, als diese tatsächlich sind - "Greenwashing" also. Das Ermittlungsverfahren richtete sich nach früheren Angaben gegen den ehemaligen Verantwortlichen und bislang nicht bekannte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DWS.

In Gang gekommen waren die Ermittlungen nach Äußerungen der früheren DWS-Nachhaltigkeitschefin Desiree Fixler aus dem Jahr 2021. Später durchsuchten Ermittler gleich zweimal die Geschäftsräume der DWS in Frankfurt. Der frühere DWS-Chef Asoka Wöhrmann gab seinen Posten an Stefan Hoops ab./stw/men/mis

 ISIN  DE0005140008  DE000DWS1007

AXC0090 2025-04-02/10:35

Relevante Links: Deutsche Bank AG, DWS Group GmbH & Co. KGaA

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