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Wiener Börse am Vormittag gut behauptet / ATX legt 0,09 Prozent zu - Freundliches Umfeld - US-Zollpolitik weiter bestimmendes Thema

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Der Wiener Aktienmarkt hat am Dienstagvormittag nach freundlichem Beginn gut behauptet tendiert. Der heimische Leitindex ATX notierte gegen 9.45 Uhr bei 4.080,00 Zählern und damit um 0,09 Prozent über dem Montag-Schluss (4.076,36).

Nach mehrheitlich positiven Übersee-Vorgaben zeigten sich auch die europäischen Leitbörsen etwas höher. Am Mittwoch will US-Präsident Donald Trump ein groß angelegtes Zollpaket verkünden. So dürften reziproke Zölle gegen alle Länder angekündigt werden, wie Trump jüngst bekräftigte. Das könnte die internationalen Handelskonflikte weiter verschärfen. Nach dem 2. April sei er aber zu "Deals" mit Ländern, die die US-Zölle vermeiden wollen, bereit.

Datenseitig dürfte das Hauptaugenmerk der Akteure an den Finanzmärkten heute dem ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes gelten. Es ist der wohl am meisten beachtete Stimmungswert in den USA, der wichtige Hinweise auf die konjunkturelle Dynamik liefert, hieß es in einem Helaba-Kommentar. In der Eurozone steht die Veröffentlichung der Verbraucherpreise im Fokus.

Aktien der KTM-Mutter Pierer Mobility führten die Gewinnerliste im prime market mit plus 3,3 Prozent an. Die nächste Finanzspritze von 50 Mio. Euro für die Sicherstellung der Produktion beim Motorradhersteller KTM in Mattighofen ist getätigt. Die Pierer Mobiltiy AG teilte Dienstagfrüh in einer Aussendung mit, dass "zusätzliche Mittel für die Wiederaufnahme der Produktion der KTM gesichert" seien. Um den Betrieb im April und Mai zu gewährleisten, sind insgesamt 100 Mio. Euro notwendig.

Austriacard lagen 2,1 Prozent im Plus. Der Kartenhersteller hat im Vorjahr mehr Umsatz und Gewinn geschrieben. Die Umsatzerlöse stiegen um 9,7 Prozent auf 385,3 Mio. Euro, der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 16,6 Prozent auf 19,8 Mio. Euro, hatte das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitgeteilt. Das Management schlägt eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie vor.

Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des Faserherstellers Lenzing von 30 auf 28 Euro gesenkt. Die Bewertung "Hold" wurde vom zuständigen Experten Sebastian Bray allerdings beibehalten. Lenzing-Aktien stiegen leicht um 0,2 Prozent auf 27,10 Euro.

ger/ste

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