APA - N A C H R I C H T E N Ü B E R B L I C K
Mehr als 2.000 Tote nach Erdbeben in Myanmar
Naypyidaw/Bangkok - Nach dem schweren Erdbeben in Südostasien ist die Zahl der bestätigten Todesopfer im Bürgerkriegsland Myanmar auf mehr als 2.000 gestiegen. Die dortige Militärregierung sprach in einer Mitteilung zuletzt von 2.065 Toten. Zudem seien mehr als 3.900 Menschen verletzt worden. Es würden über 270 Personen vermisst. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte nach Einschätzung von Experten noch weit höher liegen.
WHO rief nach Beben in Myanmar höchste Alarmstufe aus
Naypyidaw/Genf - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nach dem starken Erdbeben in Myanmar am Montag die höchste Alarmstufe ausgerufen. Bei einem solchen Notfall der Stufe 3 mobilisiert die UNO-Behörde in Genf "große bis maximale" Hilfsmaßnahmen. Beschädigte Straßen und die ausgefallene Kommunikation erschwerten inzwischen die Hilfsmaßnahmen. Das katholische Hilfswerk Missio warnte, dass es in dem Land akut an sauberem Trinkwasser, Medikamenten und Lebensmitteln mangle.
Anwalt kündigt Berufung gegen Le-Pen-Urteil an
Paris - Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen wird nach Angaben ihres Anwalts Berufung gegen ihre Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern einlegen. Das am Montag verkündete Urteil, wonach Le Pen für fünf Jahre nicht für politische Ämter kandidieren darf, sei ein "Schlag für die Demokratie", sagte Le Pens Anwalt Rodolphe Bosselut vor der Zentrale ihrer Partei Rassemblement National (RN) in Paris. Le Pen bleibe weiter "kämpferisch", betonte ein Parteisprecher.
Höhe des Budget-Defizits sorgt für Schock
Wien - Die am Montag von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen zum gesamtstaatlichen Defizit haben für Betroffenheit gesorgt. Wifo-Direktor Gabriel Felbermayr bezeichnete sie als "schockierend". Mit einer Defizitquote in Höhe von 4,7 Prozent sei ein EU-Defizitverfahren "wohl unausweichlich, weil auch 2025 die Zahlen schlecht sein dürften". Auch für Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) ist die Ausgangslage "ernst" und ein Defizitverfahren wohl nicht mehr abzuwenden.
Fünf Tote und vier Verletzte bei Minenunglück in Spanien
Madrid - Bei einem Unglück in einer Kohlemine im Norden Spaniens sind nach Angaben des Rettungsdienstes fünf Arbeiter ums Leben gekommen. Ein letzter Vermisster des Unglücks in Asturien sei tot geborgen worden, berichteten die Regionalzeitung "La Nueva España" und der staatliche TV-Sender RTVE. Die Zahl der Verletzten, von denen einige schwere Verbrennungen erlitten, erhöhte sich demnach auf vier.
Krankenkasse will von Ärzten Solidarbeitrag
Wien - Konjunkturbedingt geringere Beitragseinnahmen bei gleichzeitig steigenden Ausgaben bringen die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) immer stärker in Finanzierungsnöte. Obmann Peter McDonald will nun gegensteuern, durch Verwaltungseinsparungen, aber auch bei den Ausgaben für die Vertragspartner. Von den Ärzten erhofft er sich für heuer und kommendes Jahr einen Solidarbeitrag, wie er im APA-Interview erklärte. Auch die Länder sollen zuzahlen.
Ersatzlose Streichung von Klimabonus trifft Ärmere stärker
Wien - Seit 2022 gilt in Österreich eine CO2-Bepreisung bei Heiz- und Kraftstoffen, der zur Kompensation der Mehrkosten eingeführte Klimabonus soll zur Budgetsanierung wieder abgeschafft werden. Eine ersatzlose Streichung würde aber vor allem Menschen in ärmeren Haushalten und am Land treffen, zeigen zwei am Montag präsentierte Studien.
Ex-SPÖ-Minister Erwin Lanc mit 94 Jahren verstorben
Wien - Der ehemalige Minister Erwin Lanc (SPÖ) ist am Samstag im Alter von 94 Jahren verstorben. Das teilte die SPÖ am Montag mit. Lanc gehörte Bundesregierungen unter Bruno Kreisky und Fred Sinowatz an, war erst Verkehrs-, dann Innen-, dann Außenminister. SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler würdigte Lanc in einer Aussendung als "großen Sozialdemokraten", der Kreiskys aktive Neutralitätspolitik fortgesetzt und damit einen "großen Beitrag zum Ansehen Österreichs" geleistet habe.
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red