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Hohla: Tageskommentar Devisen und Zinsen

Devisen

US-Dollar sucht seine Richtung EUR/USD wurde gestern in einer Range von 1,3416 bis 1,3649 hin und her gerissen. Grund für die US-Dollar Stärke waren die Konjunkturdaten, die sehr positiv überraschten. Die Verkäufe von Einfamilienhäusern stieg entgegen den Erwartungen um 4,7 % auf 337.000 an. Die zweite Überraschung kam von Seiten der Industrie, die ihre Auftragseingänge um 3,4 % erhöhte. Für die spätere Schwäche des US-Dollars waren die Aktienbörsen verantwortlich, da der US-Dollar, auf Grund der niedrigen Zinsen, immer mehr zur Finanzierungswährung wird und viele Aktienkäufe damit finanziert werden. Für heute erwarten wir eine Seitwärtsbewegung in einer Range von 1,3420 bis 1,3650.

Britisches Pfund hat wieder Potential zur Schwäche Nach einer misslungen Emission von Staatsanleihen könnte das Pfund wieder ein wenig schwächer werden. Großbritannien versuchte am Mittwoch Papiere im Wert von 1,75 Milliarden Pfund am Markt zu platzieren. Die Nachfrage lies aber mit 1,65 Milliarden deutlich zu wünschen übrig. Erklärt wurde das geringe Interesse mit der Unklarheit über das Anleihen - Rückkaufprogramm der britischen Regierung. Laut einer Aussage von Sean Maloney von Nomura International sei den Investoren der Plan der BoE (Bank of England) unklar und deshalb sind sie sehr vorsichtig und zurückhaltend. Sollte die BoE nicht bald klar stellen welche Ziele sie hat könnte das Pfund wieder deutlich schwächer werden. Für heute erwarten wir eine Range von 0,9250 - 0,9350

Zinsen

Deutschland: Stimmung trübt sich weiter ein Das Geschäftsklima in Deutschland wird immer schlechter. Mit 82,1 Punkte liegt der März-Wert 0,5 unter Februar-Wert. Der einzige Lichtblick ist das Baugewerbe, dessen Erwartungen sich leicht verbessert haben. Dies ist aber eher auf staatliche Infrastrukturprojekte zurückzuführen, die vor allem in der Bauwirtschaft den Wegfall der privaten Aufträge dämpfen werden.

USA: BIP im Blickfeld In der USA steht heute die zweite Revision des BIP´s vom vierten Quartal 08 auf der Agenda. Der Markt erwartet hier eine weitere Korrektur nach unten von -6,2 % auf -6,6 %. Auch die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosigkeit dürfen leicht über den Erwartungen liegen.