Wiener Börse - ATX gibt nach, Zollsorgen belasten / Lagarde warnt vor Auswirkungen eines Handelskrieg
Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstag nachgegeben. Der ATX stand zum Handelsende 1,22 Prozent tiefer bei 4.285,04 Punkten. Damit gab der österreichische Leitindex die Gewinne vom Wochenbeginn wieder ab, im Zuge dessen er ein weiteres 16-Jahres-Hoch bei rund 4.356 Zählern erreicht hatte. Der ATX Prime verlor 1,23 Prozent auf 2.149,66 Einheiten.
Verluste gab es auch im europäischen Umfeld zu sehen, wenn auch in geringerem Ausmaß. Die Anleger würden sich weiterhin um die Auswirkungen der US-Zollpolitik sorgen, kommentierte Christian Henke vom Broker IG. Neuen Nährboden erhielten diese Bedenken durch Aussagen der EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die vor den Auswirkungen eines Handelskriegs warnte. Das Wachstum würde dadurch gedämpft werden und die Inflation angeheizt, sagte Lagarde im Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON) des EU-Parlaments.
Warnende Töne schlugen auch die Notenbanker aus anderen europäischen Ländern an. Die Währungshüter aus Großbritannien, der Schweiz und Schweden wiesen im Rahmen ihrer Zinsentscheidungen allesamt auf gestiegene geopolitische Risiken hin.
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