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Wiener Börse im Frühhandel mit Gewinnen / ATX plus 0,62 Prozent - Freundliches Umfeld nach positiven Übersee-Vorgaben - Mayr-Melnhof nach Zahlen im Minus

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Details zu Einzelwerten und Analystenkommentare.
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Die Wiener Börse hat sich am Dienstag im Frühhandel mit festerer Tendenz präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 4.334,17 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 0,62 Prozent. Der ATX Prime notierte bei 2.180,26 Zählern und damit um 0,67 Prozent höher.

Nach guten Vorgaben der Übersee-Märkte starteten auch die europäischen Leitbörsen mit Zugewinnen in den Handel. Hauptthemen am Aktienmarkt bleiben die Zollpolitik von US-Präsident Trump, die Geldpolitik der Notenbanken sowie das geplante Konjunkturpaket in Deutschland. Die Anleger könnten sich im Vorfeld der morgigen FOMC-Entscheidung in den USA eher in Zurückhaltung üben, hieß es dazu in einem Helaba-Kommentar.

Unter den Einzelwerten zeigten sich am heimischen Aktienmarkt Mayr-Melnhof nach Vorlage von Zahlen knapp ein Prozent im Minus. Der Kartonhersteller hat 2024 bei leicht rückläufigem Umsatz deutlich weniger verdient als im Vorjahr: Das bereinigte Betriebsergebnis sank um 17,1 Prozent auf 190,0 Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern ging um 16,4 Prozent auf 114,3 Mio. Euro zurück. Die Ertragssteuern wurden jedoch durch Verlustvorträge reduziert - der Jahresüberschuss stieg um 24,1 Prozent auf 110,5 Mio. Euro, teilte das Unternehmen mit. Die Dividende steigt auf 1,80 Euro je Aktie.

Auch Analystenkommentare rückten in den Fokus: So haben die Analysten der Erste Group ihre Empfehlung für die Aktien des Salzburger Kranherstellers Palfinger von "Accumulate" auf "Buy" angehoben. Das Kursziel wurde von 25,0 Euro auf 35,0 Euro nach oben revidiert. Palfinger-Aktien stiegen im Frühhandel um gut ein Prozent auf 29,75 Euro.

Für FACC haben die Erste Group-Experten ihr Kursziel von 10,5 auf 11,0 Euro erhöht und die Kaufempfehlung "Buy" bestätigt. FACC-Titel lagen 0,2 Prozent höher bei 22,50 Euro.

Unter den Indexschwergewichten zogen OMV um 2,3 Prozent auf 45,44 Euro an. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Anlagevotum für die Aktien von "Hold" auf "Buy" nach oben revidiert. Das Kursziel für die Titel des Öl- und Gaskonzerns wurde von 43 auf 56 Euro erhöht.

Im Segment direct market plus kletterten Steyr Motors weiter steil nach oben und notierten 54,6 Prozent höher bei 334 Euro. Der oberösterreichische Spezialmotorenbauer hat nach dem Kurssprung zu Wochenbeginn Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2024 vorgelegt, die Zuwächse bei Umsatz und Gewinn ausweisen. Die Erlöse stiegen um 9,2 Prozent auf 41,7 Mio. Euro, der bereinigte operative Gewinn (EBIT) kletterte von 3,6 Mio. auf 10,1 Mio. Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Zurückzuführen seien die Steigerungen unter anderem auf die hohe Nachfrage nach Militärgütern.

ger/ste

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