Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mehrheitlich tiefer / Michigan Sentiment überraschend deutlich gesunken
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitag im Späthandel mehrheitlich tiefer gezeigt. Die Renditen legten im Gegenzug überwiegend zu. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe gewann drei Basispunkte auf 3,22 Prozent zu. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 34 Basispunkten.
Zum Vergleich: Der Euro-Bund-Future fiel um 0,30 Prozent auf 127,18 Punkte.
Die Erholung an den Aktienmärkte dürfte die Festverzinslichen ein wenig belasten - dort hatte die Einigung von Union, SPD und Grünen über ein milliardenschweres Verteidigungs- und Infrastrukturpaket für Deutschland für eine Stimmungsaufhellung gesorgt.
Schwache Daten kamen am Nachmittag aus den USA. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im März angesichts wachsender Inflationssorgen unerwartet deutlich eingetrübt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel zum Vormonat um 6,8 auf 57,9 Punkte. Dies ist der niedrigste Stand seit November 2022. Volkswirte hatten mit 63,0 Punkten gerechnet.
Die Furcht vor einer durch Zölle ausgelösten höheren Inflation habe die Stimmung belastet, begründete die Universität den Anstieg. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage und vor allem die Erwartungen trübten sich ein. Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,33 2,41 -0,08 14 5 Jahre 2,72 2,71 +0,01 21 10 Jahre 3,22 3,19 +0,03 34 30 Jahre 3,62 3,61 +0,01 41
kat/ste