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Wiener Börse (Nachmittag) - ATX rutscht auf minus 2,3 % ab / Negative Vorgaben von den US-Börsen

Der Wiener Aktienmarkt baut seine Verluste am Montagnachmittag weiter aus. Ein Minus bei den US-Indikationen dürfte zusätzlich auf der Börsenstimmung lasten. Zuletzt notierte der heimische Leitindex ATX 2,31 Prozent tiefer bei 4.191,53 Punkten. Für den breiter gefassten ATX Prime ging es um 2,50 Prozent nach unten auf 2.103,40 Zähler. Auch andere wichtige europäische Märkte waren von Verlusten geprägt.

Der ATX war bereits am Freitag, nach starken Gewinnen in den Tagen davor, gesunken. Das angekündigte "Sondervermögen" in Deutschland - ein 500-Milliarden-Euro-Investitionspaket in die Infrastruktur - hatte die europäischen Börsen zuvor beflügelt.

Daten vom Montag zeigten dann, dass die Produktion der deutschen Unternehmen zu Jahresbeginn gestiegen ist. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Jänner zusammen um 2,0 Prozent mehr her als im Vormonat, wie aus am Montag veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Das war der stärkste Anstieg seit August.

Das "Sondervermögen" hat wohl auch für eine deutliche Verbesserung der Konjunkturerwartungen von Anlegerinnen und Anlegern gesorgt. Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone ist im März deutlich stärker als erwartet gestiegen. Der vom Analyseinstitut Sentix erhobene Konjunkturindikator kletterte um 9,8 Punkte auf minus 2,9 Punkte, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

Unternehmensseitig lagen am heimischen Aktienmarkt kaum Meldungen vor. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der BAWAG von 106,0 auf 111,0 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner bestätigt. Die Titel der Bank gaben um 5,3 Prozent auf 95,65 Euro nach.

Verluste gab es auch bei den Anteilen der anderen schwergewichteten Banken: Erste Group büßten 4,5 Prozent ein, Raiffeisen Bank International verloren 3,1 Prozent an Wert. Europaweit zeigten sich Bankwerte sehr schwach.

Die ebenfalls gewichtigen Verbund-Aktien legten dagegen 1,4 Prozent zu. Am unteren Ende des Prime Segments gaben die Aktien der Strabag 6,8 Prozent nach. Die Anteile hatten vergangene Woche noch zu den großen Gewinnern gezählt.

Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben dann noch ihr Kursziel für die Aktien der Semperit von 21 auf 23 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung ("Buy") wurde bestätigt. Die Titel notierten zuletzt unbewegt bei 14,40 Euro pro Aktie.

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