Wiener Börse (Nachmittag) - ATX nach US-Arbeitsmarktdaten 1,1% tiefer / US-Arbeitslosenrate unerwartet gestiegen - Post-Aktien nach Zahlen 1,5 % schwächer
Nach zwei Handelstagen deutlicher Zuwächse ist es am Wiener Aktienmarkt am Freitag zu Gewinnmitnahmen gekommen. Nach den US-Arbeitsmarktdaten ließ der heimische Leitindex ATX etwas nach, blieb aber klar über dem bisherigen Tagestief in der Früh. Zuletzt notierte der ATX 1,08 Prozent tiefer bei 4.283,00 Punkten. Der breiter gefasste ATX Prime büßte 1,03 Prozent ein bei 2.152,78 Einheiten.
In den USA sind die Löhne im Februar wie erwartet gestiegen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Die US-Wirtschaft hat in dem Monat aber weniger Arbeitsplätze geschaffen als prognostiziert. Die Arbeitslosigkeit hat sich hingegen überraschend verstärkt. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent.
Auf Unternehmensseite stehen die Post-Aktien im Fokus. Die Österreichische Post hat 2024 gut verdient. Der teilstaatliche, börsennotierte Wiener Konzern legte beim Umsatz um 13,9 Prozent auf 3,12 Mrd. Euro zu, das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 9 Prozent auf 207,3 Mio. Euro. Besonders stark haben sich das Paket-und das Filial- sowie Bankgeschäft mit einem Umsatzanstieg von rund 20 Prozent entwickelt. Trotzdem gaben die Titel 1,5 Prozent nach.
Semperit hat am Donnerstag nachbörslich verkündet, dass die Dividende für das Geschäftsjahr 2024 pro Aktie 0,50 Euro betragen soll. Damit werde ein größerer Anteil des Nachsteuergewinns ausgeschüttet, als für das Unternehmen üblich, merken Analysten der Erste Group an. Der Konzern argumentiere mit einer "guten Liquiditätssituation". Auch Warburg-Experten sprechen von einer höher als erwarteten Dividende. Die Aktien notierten zuletzt prozentual unverändert bei 14,3 Euro je Titel.
Auf dem ATX lasteten auch mehrere Index-Schwergewichte. voestalpine gaben 2,5 Prozent nach. Erste Group und BAWAG verloren 1,1 und 1,3 Prozent an Wert. RBI büßten 2,2 Prozent ein.
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