Continental peilt dank Stellenstreichungen mehr Ertragskraft im Autogeschäft an
HANNOVER (dpa-AFX) - Der Autozulieferer und Reifenhersteller
Continental geht dank des Sparkurses mit Tausenden
Stellenstreichungen für dieses Jahr von einer Margenerholung in
seinem Autozuliefergeschäft aus. Die um Sondereffekte bereinigte
Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern der seit langem schwächelnden
Sparte soll sich dadurch auf 2,5 bis 4,0 Prozent verbessern, wie der
Dax-Konzern am Dienstag mitteilte. Die Autozulieferung steht vor der
Abspaltung über einen reinen Spin-Off an der Börse. Die Hannoveraner
haben in der Sparte den Rotstift angesetzt und streichen mehr als
10.000 Stellen in Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Im
vergangenen Jahr fiel die bereinigte operative Marge in dem Geschäft
trotz einer Verbesserung von 2,0 auf 2,3 Prozent weniger gut aus als
von Conti zuletzt selbst erhofft und als von Analysten erwartet.
Den Gesamtumsatz taxiert Conti-Chef Nikolai Setzer 2025 auf 38 bis
41 Milliarden Euro. 2024 war der Erlös um 4,1 Prozent auf 39,7
Milliarden Euro geschrumpft, insbesondere wegen der schlechten Lage
in der weltweiten Automobilindustrie. Die Profitabilität im Konzern
stieg um 0,7 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent und fiel damit etwas
besser als von Analysten erwartet aus.
Der Gewinn unterm Strich blieb aufgrund von Steuereffekten mit 1,2
Milliarden Euro dagegen nur stabil. Die Dividende soll allerdings
von 2,20 auf 2,50 Euro steigen./men/mis