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Österreichische Staatsanleihen im Späthandel überwiegend etwas höher / Zolldrohungen von Trump und US-Konjunkturnachrichten im Blick

Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstag im Späthandel überwiegend etwas höher gezeigt. Die Renditen gingen dementsprechend fast ausnahmslos nach unten. Jene der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe ist um zwei Basispunkte auf 2,84 Prozent gefallen. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe lag bei 41 Basispunkten.

Die Kurse der deutschen Staatsanleihen gaben nach. Der Euro-Bund-Future fiel leicht um 0,14 Prozent.

Die Ankündigung von US-Importzöllen durch US-Präsident Donald Trump hat sich am Anleihemarkt kaum ausgewirkt. Dieser will Zölle in Höhe von 25 Prozent für Einfuhren aus der Europäischen Union erheben - "für Autos und alle anderen Dinge". Die offizielle Bekanntgabe soll sehr bald folgen. Die Aussagen waren zunächst nicht ganz so ernst genommen worden, da die Märkte von einem Verhandlungsspielraum ausgingen. Die Ankündigungen am Nachmittag von baldigen neuen Zöllen auf Waren aus Mexiko, Kanada und China schreckten auch die Anleger in Europa auf und belasteten vor allem die Aktienmärkte. Die Zölle für die drei Länder sollen schon am 4. März in Kraft treten.

Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA fielen uneinheitlich aus. So sind die Auftragseingänge für langlebige Güter im Jänner stärker gestiegen als erwartet. Zuvor waren sie zweimal hintereinander gefallen. Negativ überrascht haben hingegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die in der vergangenen Woche deutlich gestiegen sind.

Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:

Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten)
2 Jahre  2,17    2,31   -0,14       13                      
5 Jahre  2,42    2,47   -0,05       25                      
10 Jahre 2,84    2,86   -0,02       41                      
30 Jahre 3,20    3,19   +0,01       49                      

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