Wiener Börse schwächer im Frühhandel - ATX verliert 0,56 Prozent / Nach sehr starken Vortagesgewinnen - Zollankündigungen von Trump belasten europaweit
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Donnerstag im Frühhandel mit schwächerer Tendenz präsentiert. Der heimische Leitindex ATX ermäßigte sich bis 9.45 Uhr um 0,56 Prozent auf 4.206,09 Punkte, nachdem er Vortag um starke drei Prozent zugelegt hat.
Auch an den europäischen Leitbörsen ging es nun in die Verlustzone. Europaweit belasten die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump die Aktienkurse. Trump hat Zölle in Höhe von 25 Prozent für Einfuhren aus der Europäischen Union angekündigt - "für Autos und alle anderen Dinge". Die offizielle Bekanntgabe soll sehr bald folgen.
Am heimischen Aktienmarkt rückte auf Unternehmensebene RHI Magnesita mit vorgelegten Geschäftszahlen ins Blickfeld. Zum Wochenausklang wird dann die Erste Group Ergebnisse präsentieren.
In einem schwierigen Marktumfeld hat RHI Magnesita 2024 weniger Umsatz und Gewinn geschrieben. Der Umsatz ging um 2 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro zurück, der Gewinn nach Steuern sank von 171 Mio. auf 154 Mio. Euro. Firmenchef Stefan Borgas sieht eine "solide Performance" trotz der "sehr schwachen Nachfrage in den meisten Märkten weltweit". Eine rasche Erholung des weltweiten Feuerfest-Marktes ist nicht in Sicht. Die RHI-Papiere wurden noch nicht gehandelt.
Wienerberger gaben um 1,6 Prozent auf 33,1 Euro ab. Die Analysten der Berenberg Bank haben ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Baustoffkonzerns von 35,0 auf 38,0 Euro angehoben. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde nach Vorlage der Jahresergebnisse für 2024 unverändert belassen. Am Vortag waren die Titel um 11,3 Prozent hochgesprungen.
voestalpine schwächten sich um 1,1 Prozent ab. Hier betrug das Plus zur Wochenmitte neun Prozent. Die Papiere des Stromversorgers Verbund fielen um 1,4 Prozent. Im Technologiebereich gaben AT&S um 1,7 Prozent nach.
ste/kat
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