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Der Tag mit Bloomberg: Unsicherheit bleibt an globalen Börsen, Pfund setzt Erholung zum Euro fort

AUF EINEN BLICK:

-BÖRSEN: Unsicherheit bleibt an globalen Börsen

-DEVISENMARKT: Pfund setzt Erholung zum Euro fort

-ROHSTOFFE: Der Ölpreis legte am Morgen 1,2 Prozent auf 40,04 Dollar je Barrel. Gold notierte im asiatischen Handel kaum verändert bei 896,08 Dollar je Unze.

-BÖRSENBAROMETER:

9.2. 6.2.

Veränderung in % Dax + 0,5 + 3,0 DJ Euro Stoxx 50 + 0,2 + 2,2 Dow Jones - 0,1 + 2,7 S&P 500 + 0,2 + 2,7 Nasdaq Composite - 0,0 + 2,9

Der Nikkei 225 fiel am Dienstag im späten Handel 0,3 Prozent. Am Montag war der Leitindex der Börse Tokio um 1,3 Prozent gefalleen.

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WELTBÖRSEN:

Unsicherheit bleibt an globalen Börsen bestehen

Weltweit haben sich die Aktienmärkte auch zum Start in die neue Handelswoche verunsichert präsentiert. Von Asien über Europa und hin in die USA pendelten die Börsenbarometer nervös zwischen Gewinnen und Verlusten.

Im Raum Asien-Pazifik waren Banken und Versicherer schwach. Valoren der japanischen Nomura brachen 14 Prozent ein, nachdem das Wertpapierhaus eine Kapitalerhöhung in Aussicht stellte. Sogar 21 Prozent ging es für den australischen Versicherer Suncorp-Metway abwärts, der junge Aktien mit Abschlag ausgab.

Gerade die Finanztitel waren es allerdings, die sich dann in Europa aufgrund der starken Zahlen von Barclays erholen konnten.

An der Wallstreet schnellten ausgewählte Bankentitel im Vorfeld des angekündigten Rettungsprogramms durch die US- Regierung ebenfalls hoch. Schwach waren dort hingegen Konsumaktien.

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USA NACH BÖRSENSCHLUSS:

FedEx streicht erneut 900 Stellen - schwache Nachfrage belastet

FedEx Corp., der zweitgrösste Paketdienst der USA, streicht mit sofortiger Wirkung weitere 900 Stellen. Betroffen ist die Frachtsparte, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Montagabend. Als Grund nannte sie zum einen die schwache Nachfrage und zum anderen die Kampfpreise von Konkurrenten.

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Nortel will nach Gläubigerschutz die Hauptversammlung streichen

Nortel Networks Corp. will in diesem Jahr die Hauptversammlung ausfallen lassen, um Geld zu sparen. Der Konzern hatte im vergangenen Monat Gläubigerschutz beantragt und steht vor einem umfassenden Umbau. Nortel war einst das nach Marktwert grösste Unternehmen in Kanada.

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Merrill Lynch Global Wealth Management streicht Stellen

Merrill Lynch Global Wealth Management plant knapp zehn Prozent der Stellen abzubauen. Das entspricht weniger als 1000 Stellen, wurde am Montag nach US-Börsenschluss berichtet.

AUSBLICK:

Märkte heute Dienstag, 10. Februar 09

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Konjunkturdaten:

-Deutschland: Verbraucherpreise Januar (8 Uhr)

- Frankreich: Leistungsbilanz Dezember (8.45 Uhr)

-Grossbritannien: Arbeitsmarktzahlen Dezember (10.30 Uhr), Inflationsbericht der Notenbank Januar (13 Uhr)

-Schweden: Zinsentscheid (9.30 Uhr)

-USA: MBA-Hypothekenanträge Woche (13 Uhr), Handelsbilanz Dezember (14.30 Uhr)

Jahreszahlen 2008:

-ArcelorMittal (MT NA) -Credit Suisse (CSGN VX) -Danone (BN FP) -Nobel Biocare (NOBN VX) -Peugeot Citroen (UG FP) -Sanofi-Aventis (SAN FP)

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DEVISENMARKT:

Pfund setzt Erholung zum Euro fort

Das britische Pfund hat gestern den seit Mitte vergangener Woche anhaltenden Aufwärtstrend fortgesetzt. Ein Euro kostete am Abend 87,34 Pence, 0,2 Prozent mehr als am Freitag. Es wird erwartet, dass die morgen anstehenden Daten zur Inflation auf der Insel ein Anziehen der Teuerung signalisieren, was den Spielraum der Bank of England für Zinssenkungen begrenzen würde. Währungsstrategen gehen allerdings davon aus, dass das Pfund erneut in Turbulenzen geraten wird. "Wir sind bei unserem langfristigen Ausblick für das Pfund vorsichtig", hiess es von der Société Générale in London. Die britische Wirtschaft kämpfe mit einer Reihe von Problemen, und in jüngster Zeit habe sich keine Erholungstendenz als dauerhaft erwiesen. Der Dollar verlor zum Euro 0,6 Prozent auf 1,3014 Dollar. Es wurde spekuliert, der neue Plan zur Stützung der US- Finanzbranche werde weltweit der Konjunktur helfen und damit die Nachfrage nach der als sicherer Hafen geltenden US-Währung drücken. Grösster Gewinner unter den wichtigsten Währungen war die norwegische Krone. Zum Euro legte sie 1,1 Prozent zu. Die Regierung in Oslo wird zwei Fonds im Gesamtvolumen von 100 Mrd. Kronen (11,5 Mrd. Euro) auflegen, die den Finanzsektor stützen und Unternehmensbonds aufkaufen sollen.

ROHSTOFFE:

-Öl: Der Ölpreis legte am Morgen 1,2 Prozent auf 40,04 Dollar je Barrel. Nach Verabschiedung des Konjunkturprogramms im amerikanischen Kongress konzentrierten sich die Investoren auch auf Nachfrageeffekte.

-Gold: Gold notierte im asiatischen Handel kaum verändert bei 896,08 Dollar je Unze. Anleger sind zuversichtlich gestimmt, dass der Fall unter die 900-Dollar-Marke Käufer anlocken könnte.

(in Kooperation mit Bloomberg)