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Österreichische Post meldet Anteilsaufstockung bei Aras Kargo bei Wettbewerbsbehörde
Im Streit zwischen der Österreichischen Post und dem türkischen Paketzusteller Aras Kargo über eine Anteilsausweitung der Post von 25 auf 75 Prozent lassen sich die Österreicher von türkischen Querschüssen nicht beirren. Mittlerweile hat die Post die geplante Aufstockung bei der türkischen Wettbewerbsbehörde angemeldet, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf die Behörde.
Die Post selbst sprach heute von einem "reinen Formalakt".
Die Post war im Juli 2013 mit 25 Prozent bei dem türkischen Paketzusteller eingestiegen, vertraglich wurde damals eine Option auf 75 Prozent unterzeichnet. Anvisiert war dafür das Jahr 2016. Für die ersten 25 Prozent wurden 125 Mio. türkische Lira, damals rund 50 Mio. Euro, gezahlt. Heute wären das - nach kräftigen wirtschaftlichen Turbulenzen in der Türkei - nur rund 32 Mio. Euro. Die restlichen 75 Prozent halten die Gründerfamilie Aras.
Diese hatte in den vergangenen Monaten schriftlich ungewöhnlich heftige Angriffe auf die Post geritten und dieser unterstellt, die türkische Mentalität zu verkennen. Im August des Vorjahres erklärten die Türken dann den Bruch mit der Post AG für "endgültig". "Für die Österreichische Post sind in der Türkei alle Türen verschlossen", so Aras im Titel ihrer Aussendung.
Weiters hieß es in dem Schreiben: "Die Probleme zwischen der Österreichischen Post und den türkischen Eigentümern von Aras Kargo haben sich nicht zuletzt deshalb verschärft, weil die aktuelle politische Situation ganz allgemein starke anti-österreichische Reaktionen in der Türkei ausgelöst hat."
Zuvor hatte Aras schon mit einem ungewöhnlichen Vergleich aufhorchen lassen: Demnach "verfügt die gegenwärtige Leitung der Österreichischen Post nicht über die kulturelle Vielseitigkeit, technologische Innovationskraft, Vision und Leidenschaft, um ein großes Unternehmen wie Aras Kargo führen zu können". Zumindest dieses Argument überrascht: Der Umsatz der Post AG ist in etwa zehn Mal so hoch wie jener der Aras Kargo.
(APA)
Die Post selbst sprach heute von einem "reinen Formalakt".
Die Post war im Juli 2013 mit 25 Prozent bei dem türkischen Paketzusteller eingestiegen, vertraglich wurde damals eine Option auf 75 Prozent unterzeichnet. Anvisiert war dafür das Jahr 2016. Für die ersten 25 Prozent wurden 125 Mio. türkische Lira, damals rund 50 Mio. Euro, gezahlt. Heute wären das - nach kräftigen wirtschaftlichen Turbulenzen in der Türkei - nur rund 32 Mio. Euro. Die restlichen 75 Prozent halten die Gründerfamilie Aras.
Diese hatte in den vergangenen Monaten schriftlich ungewöhnlich heftige Angriffe auf die Post geritten und dieser unterstellt, die türkische Mentalität zu verkennen. Im August des Vorjahres erklärten die Türken dann den Bruch mit der Post AG für "endgültig". "Für die Österreichische Post sind in der Türkei alle Türen verschlossen", so Aras im Titel ihrer Aussendung.
Weiters hieß es in dem Schreiben: "Die Probleme zwischen der Österreichischen Post und den türkischen Eigentümern von Aras Kargo haben sich nicht zuletzt deshalb verschärft, weil die aktuelle politische Situation ganz allgemein starke anti-österreichische Reaktionen in der Türkei ausgelöst hat."
Zuvor hatte Aras schon mit einem ungewöhnlichen Vergleich aufhorchen lassen: Demnach "verfügt die gegenwärtige Leitung der Österreichischen Post nicht über die kulturelle Vielseitigkeit, technologische Innovationskraft, Vision und Leidenschaft, um ein großes Unternehmen wie Aras Kargo führen zu können". Zumindest dieses Argument überrascht: Der Umsatz der Post AG ist in etwa zehn Mal so hoch wie jener der Aras Kargo.
(APA)
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